Die Stadt Spremberg/Grodk liegt südlich von Cottbus. Im Jahr 1301 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt, ist aber wahrscheinlich wesentlich älter. Zwischen 1871 und 1918 galt der Ort als geographischer Mittelpunkt des Deutschen Reiches. Seitdem hat die Stadt viele Veränderungen erlebt.
So auch der Ortsteil Schwarze Pumpe/Carna Plumpa mit dem heutigen Industriepark Schwarze Pumpe, wo derzeit mehr als 5.000 Arbeitskräfte beschäftigt sind. Hinzu kommen 1.850 Einwohnerinnen und Einwohner.
Bis 2012 war die medizinische Versorgung durch einen ortsansässigen Hausarzt gesichert. Seit Schließung der Praxis sind teils lange Wege erforderlich, um medizinisch versorgt zu werden. Aus diesem Grund errichtet die Stadt Spremberg/Grodk das „Gesundheitslandhaus Schwarze Pumpe“.
Zentraler Anlaufpunkt in zentraler Lage
Das Gemeindehaus im Ortskern von Schwarze Pumpe/Carna Plumpa stand bis auf eine Zahnarztpraxis lange leer. Die zukünftige Sanierung des Gebäudes bietet folgende Nutzungsmöglichkeiten:
Im Erdgeschoss werden Räumlichkeiten für eine Zahnarztpraxis vorgehalten. Zusätzlich befinden sich dort Räume zum Aufenthalt sowie Konferenzräume für beispielsweise Veranstaltungen, Schulungen und Vorträge zu gesundheitsbezogenen Themen. Darüber hinaus entstehen Beratungs- und Behandlungsräume sowie ein Raum für das Gesundheitsterminal der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL-CT), um telemedizinische Angebote zu schaffen.
Im Obergeschoss entsteht ein erweiterter Gesundheitsbereich: Hier arbeiten künftig Gemeindeschwestern (Community Health Nursing) im Rahmen des Projektes ReGuLa vom MUL-CT. Ergänzt wird das Angebot durch Flächen für eine allgemeinmedizinische Praxis der Spremberger Krankenhausgesellschaft mbH sowie weitere Räume für Beratung, Behandlung und vielfältige therapeutische Angebote.
Kurze Wege statt langer Fahrten
Das neue Gesundheitslandhaus wird die medizinische und soziale Versorgung im ländlichen Raum rund um den Ort deutlich verbessern. Das betrifft sowohl die Menschen, die hier wohnen als auch die Arbeitskräfte des nahen Industrieparks. Verschiedene Gesundheitsleistungen an einer zentraler Stelle – von Arztpraxen über Therapieangebote und weitere Dienstleistungen – werden einen Großteil der Fahrten nach Spremberg überflüssig machen.
Öffentliche Fördermittel für öffentliche Fürsorge
Für die Anpassung der Räume an die zukünftige Nutzung, die Erneuerung aller haustechnischen Anlagen, die energetische Sanierung und den barrierefreien Ausbau des Gebäudes muss die Stadt Spremberg/Grodk erhebliche Mittel bereitstellen.
Die förderfähigen Kosten des Bauvorhabens betragen rund 3,3 Millionen Euro. 90 Prozent davon können über die ILB durch Fördermittel abgedeckt werden. Die Förderung trägt dazu bei, auch auf diese Weise das Leben vieler Menschen in der Lausitz besser zu machen.
