Teil der Architektur des ILB-Gebäudes. Die Fassade besteht aus hellem Stein und hat viele bodentiefe Fenster. Zwei mehrgeschossige Gebäudeteile sind durch ein Element aus parallelen Metallstreben miteinander verbunden.© ILB (Leo Seidel)

Wirtschaftliche Entwicklung der ILB

Die ILB kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurückblicken.

Vor Risikovorsorge betrug das Ergebnis 39,1 Millionen Euro und lag somit um 20,1 Millionen Euro über dem Zielwert.

Das Ergebnis nach Risikovorsorge übertraf ebenfalls die Erwartungen und lag mit 37,8 Millionen Euro um 24,4 Millionen Euro über dem Planwert für 2025.

Die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Bank ist weiterhin zufriedenstellend und stabil. Der Jahresüberschuss der ILB betrug im Jahr 2025 6,3 Millionen Euro (Vorjahr: 6,4 Millionen Euro).

Im Einzelnen stellt sich die Entwicklung wie folgt dar:

Der Zinsüberschuss lag mit 65,5 Millionen Euro (2024: 71,7 Millionen Euro) um 6,2 Millionen Euro unter dem Niveau des Vorjahres.

Im Jahr 2025 zeigte sich eine im Vergleich zu den Vorjahren veränderte Struktur der Zinskurve, deren in Teilen inverse Struktur sich normalisierte. Während die Zinssätze im kurzfristigen Bereich im Verlauf des Jahres 2025 gesunken sind, kam es im langfristigen Bereich zu einem Anstieg der Zinssätze. Diese Entwicklung hatte eine belastende Wirkung auf das Zinsergebnis. Weiterhin führte der Anstieg der Liquiditätsspreads seit Ende 2024 zu einem negativen Einfluss auf das Zinsergebnis. Im Kundenkreditgeschäft konnte die ILB eine stabile Ergebnisentwicklung verzeichnen.

Das Provisionsergebnis in Höhe von 89,0 Millionen Euro (Vorjahr: 80,0 Millionen Euro) resultiert im Wesentlichen aus Entgelten für die Geschäftsbesorgung von Förderprogrammen. Es setzt sich aus Verwaltungskostenbeiträgen für die Vergabe von Darlehen aus Treuhandmitteln sowie aus Entgelten für die Bearbeitung von Zuschussprogrammen und für die Verwaltung von Bürgschaften zusammen.

Der Personalaufwand der ILB ILB betrug 2025 76,9 Millionen Euro (Vorjahr: 70,9 Millionen Euro). Der Anstieg um 6,0 Millionen Euro spiegelt den Anstieg der Beschäftigtenzahl im Geschäftsjahr und den Tarifabschluss der öffentlichen Banken mit Wirkung ab 01.11.2024 und 01.11.2025 mit den entsprechenden Gehaltssteigerungen wider.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwendungen) einschließlich der Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen betrugen insgesamt 42,2 Millionen Euro (Vorjahr: 56,2 Millionen Euro).

Davon beliefen sich die Sachaufwendungen auf 35,8 Millionen Euro und lagen damit um 2,2 Millionen Euro über dem Niveau des Vorjahreswertes.

Die Summe der Risikovorsorge (Wertberichtigungen auf Forderungen, Bewertungsergebnis Wertpapiere und Zuführung Vorsorgereserven) im Geschäftsjahr 2025 betrug 1,3 Millionen Euro.

Insgesamt hat die notwendige Risikovorsorge aus den Bewertungen der Forderungen, gemessen am Bruttokreditvolumen, damit einen weiterhin geringen Umfang, was die konservative Risikopolitik der ILB widerspiegelt.

Den latenten Kreditrisiken wird durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Pauschalwertberichtigungen werden nach den Anforderungen des IDW BFA 7 ermittelt.

Der ILB-Förderfonds ist für das geplante Zusagevolumen von rund 220 Millionen Euro im Jahr 2026 in den ILB-Förderprogrammen auskömmlich ausgestattet. Für zukünftige ILB-Förderleistungen steht im ILB-Förderfonds zum Bilanzstichtag ein Betrag in Höhe von 19,6 Millionen Euro zur Verfügung.

Aus dem laufenden Jahresergebnis erfolgte eine Dotierung des Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von insgesamt 31,5 Millionen Euro (Vorjahr: 11,5 Millionen Euro).

Im Geschäftsjahr 2025 lag die Bilanzsumme der ILB mit 15.593,6 Millionen Euro über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 15.375,2 Millionen Euro).

Das Geschäftsvolumen, in dem zusätzlich zum bilanziellen Bestandsgeschäft die Eventualverbindlichkeiten und die anderen Verpflichtungen enthalten sind, erhöhte sich um 115,0 Millionen Euro und betrug zum Ende des Geschäftsjahres 2025 15.937,9 Millionen Euro (Vorjahr: 15.822,9 Millionen Euro).

Die Forderungen an Kreditinstitute lagen mit 2.670,7 Millionen Euro (Vorjahr: 2.742,8 Millionen Euro) leicht unter dem Vorjahresniveau.

Die Kundenforderungen der ILB sind mit 6.561,1 Millionen Euro leicht gesunken (Vorjahr: 6.596,1 Millionen Euro). Der größte Anteil entfiel, wie im Vorjahr, auf nicht programmgebundene Finanzierungen mit 2.374,8 Millionen Euro.

Das Treuhandvermögen lag mit 1.822,3 Millionen Euro etwas höher (Vorjahr: 1.788,9 Millionen Euro).

Der Bestand an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren war zum Bilanzstichtag mit 3.882,0 Millionen Euro um 295,3 Millionen Euro gestiegen (Vorjahr: 3.586,7 Millionen Euro).

Die Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere beliefen sich auf 292,1 Millionen Euro (Vorjahr: 286,1 Millionen Euro).

Kurz- und mittelfristige Refinanzierungen tätigte die ILB im Jahr 2025 schwerpunktmäßig über Wertpapierpensionsgeschäfte, Tages- und Termingeldgeschäfte mit überwiegend inländischen Kreditinstituten sowie Offenmarktgeschäfte mit der Deutschen Bundesbank.

Langfristige Refinanzierungen erfolgten in erster Linie durch Schuldscheindarlehensaufnahmen bei inländischen Kreditinstituten und Globaldarlehen von der Europäischen Investitionsbank (EIB), der KfW-Bankengruppe, der Landwirtschaftlichen Rentenbank, der Council of Europe Development Bank sowie durch Platzierung von Schuldscheinen bei inländischen Versicherungen. Seit 2018 refinanziert sich die ILB auch über die Emission von Inhaberschuldverschreibungen.

Im Jahr 2025 erfolgten 8 weitere Emissionen in einem Umfang von 1.100 Millionen Euro (Vorjahr: 750,0 Millionen Euro) am Berliner Freiverkehr.

Die Liquidität der ILB war jederzeit gesichert. Die Bank verzeichnete zum Jahresende 2025 offene, noch nicht abgerufene Kreditzusagen anderer Förderbanken im Gesamtbetrag von 6,8 Millionen Euro.

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB wurde auf 622,8 Millionen Euro aufgestockt. Davon entfielen 521,5 Millionen Euro auf Fondsmittel, die dem haftenden harten Kernkapital zugerechnet werden.

Das Eigenkapital der ILB und der Fonds für allgemeine Bankrisiken betrugen zusammen zum Bilanzstichtag 862,4 Millionen Euro (Vorjahr: 834,9 Millionen Euro).

Aufgrund der Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 26.05.2025 zur Verwendung des Bilanzgewinns aus dem Geschäftsjahr 2024 wurden 6,0 Millionen Euro Dividende an die Anteilseigner ausgeschüttet.