Wohnungsbau

Im Jahr 2025 steigerte die ILB ihr Zusagevolumen auf 483 Millionen Euro und unterstützte über 900 Bauvorhaben. Damit konnten mehr als 1.700 neue oder modernisierte Wohneinheiten vorrangig im sozialen Wohnungsbau und Eigenheime gefördert werden.

Auftraggeber der Landesförderprogramme war das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg.

Ergänzend zur Landesförderung bietet die ILB eigene Förderprogramme an.

Im Förderfeld Wohnungsbau – einem der aktuell gesellschaftlich wichtigsten Themenfelder – konnten wir die Zusagen im Jahr 2025 abermals steigern, wodurch in den kommenden Jahren 1.700 vorrangig klima- und generationengerechte Wohneinheiten in Brandenburg neu gebaut oder modernisiert werden. Im Vergleich zum Vorjahr konnten wir die Bewilligungen im Förderfeld um 17 Prozent auf 483 Millionen Euro erhöhen.

Grund für das gute Ergebnis ist vor allem auf das gegenüber dem Vorjahr höhere Zusagevolumen von 250 Millionen Euro in der Geschäftsbesorgung zurückzuführen. Insgesamt wurden 18 Prozent und damit 38 Millionen Euro mehr bewilligt als im Jahr 2024.
Bei den ILB-Produkten konnten wir mit 233 Millionen Euro unsere Planwerte deutlich übertreffen und sagten 31 Millionen Euro mehr zu als im Vorjahr.

Mietwohnungsbau

Der Wohnungsbau bleibt vor allem durch die Förderung von Mietwohnraum geprägt. Die Nachfrage nach zeitgemäßen und bezahlbaren Mietwohnungen steigt weiter. Im Jahr 2025 konnten wir mit 352 Millionen Euro 8 Prozent mehr Fördermittel zusagen als im Vorjahr. Davon bewilligten wir 215 Millionen Euro im Auftrag des Landes und 137 Millionen über ILB-Produkte. Damit konnten 1.600 Wohneinheiten neu gebaut oder modernisiert werden – 270 mehr als im Jahr zuvor.

Auch im Jahr 2025 entfiel der größte Teil des Volumens in der Geschäftsbesorgung auf die Richtlinie zur Förderung von Mietwohnungen Neubau. Sie ist das zentrale Programm für die Schaffung und Modernisierung von sozialem, mietpreisgebundenem Wohnraum in Brandenburg. In diesem Bereich konnten wir das Fördervolumen erneut deutlich erhöhen. Die Zusagen erreichten insgesamt 112 Millionen Euro und damit fast 80 Prozent mehr als im Vorjahr. Nach Fertigstellung der Baumaßnahmen werden über 600 dringend benötigte Wohnungen mehr zur Verfügung stehen.

In den vergangenen Jahren ist die Umsetzung von Bauvorhaben spürbar anspruchsvoller geworden. Höhere Material- und Baukosten, unterbrochene Lieferketten, der Mangel an Fachkräften und ein unsicheres Zinsumfeld erschweren Planung und Umsetzung. Bei der Finanzierung können wir jedoch entlasten und einen Teil dieser Herausforderungen abfedern. Ergänzend zu den anderen Förderinstrumenten sagten wir Zuschüsse in Höhe von 30 Millionen Euro für Projekte im Mietwohnungsbau zu – fast 20 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr.

Weitere 172 Wohnungen konnten über die Wiederherstellung von Wohnraum dem Markt zugeführt werden. Dazu zählt die umfassende Modernisierung des bestehenden Wohnbestands, um diese an heutige Anforderungen anzupassen, einschließlich struktureller Eingriffe in die Wohnungsaufteilung wie etwa weitreichenden Grundrissänderungen. Hierfür sagten wir Fördermittel in Höhe von 25 Millionen Euro zu.
Neben der Schaffung neuen Wohnraums bleibt auch die Modernisierung und Instandsetzung bestehender Wohnungen sowie – wo möglich – deren barrierefreier Zugang ein zentraler Schwerpunkt der Landesförderung. Einschließlich der Aufzugsförderung konnten wir insgesamt 36 Millionen Euro zusagen. Mit diesen Mitteln wurden 216 Wohnungen auf einen zeitgemäßen Standard gebracht.

Damit geförderte Sozialwohnungen nicht zu schnell aus der Miet- und Belegungsbindung herausfallen, fördern wir auch die Verlängerung von Bindefristen. Investoren erhalten zusätzlich zu den Förderdarlehen einen weiteren Zuschuss, wenn die neuen Wohnungen statt für 25 Jahre für 35 Jahre mietpreis- und belegungsgebunden sind. Im Rahmen der Verlängerung der Belegungsbindung bewilligten wir Zuschüsse in Höhe von 13 Millionen Euro und stellten so sicher, dass Wohnraum für besonders einkommensschwache Haushalte länger verfügbar bleibt.

137 Millionen Euro der Mietwohnungsbauförderung im Jahr 2025 entfielen auf ILB-Programme, über die wir die Wohnungswirtschaft bei der Gesamtfinanzierung ihrer Bauvorhaben unterstützen.

Wesentlichen Anteil daran hatten die Ergänzungsdarlehen Mietwohnungsbau mit einem Zusagevolumen von 108 Millionen Euro und dem Brandenburg-Kredit Energieeffizienter Wohnungsbau, bei dem wir einen starken Anstieg der bewilligten Kredite auf 26 Millionen Euro verzeichnen konnten. Mit den Brandenburg-Krediten fördern wir den Stadtumbauprozess und unterstützen die Klimaschutzpolitik von Land und Bund.

Die Förderung von Mietwohnraum ist nachhaltig, weil sie bezahlbaren Wohnraum für Menschen aller Altersgruppen und Lebensumstände ermöglicht.

Wohneigentum

Die Eigenheimförderung wurde weiter ausgebaut. Im Jahr 2025 stieg das Volumen um 5 Millionen Euro auf insgesamt 35 Millionen Euro. Relevant für das Ergebnis waren die Zusagen im Auftrag des Landes.

Wie auch schon in den Jahren 2023 und 2024 trug vor allem die Förderung des Programms Erwerb, Neubau und Modernisierung von Wohneigentum maßgeblich zum positiven Resultat bei. Im Vergleich zum letzten Jahr konnten wir die Bewilligungen um 39 Prozent auf 28 Millionen Euro erhöhen. Dadurch verhalfen wir deutlich mehr Familien als im Vorjahr zu Wohneigentum, die sich angesichts der gestiegenen Preise und Zinsen auf dem Markt ohne die Landesförderung diesen Traum nicht hätten erfüllen können.

Wer Gebäude herrichtet oder baut, um sie als Wohneigentum anschließend an Selbstnutzer zu verkaufen, wird über Anschubfinanzierungen für Investoren unterstützt. Hier sagten wir zinsfreie Baudarlehen in Höhe von fast 7 Millionen Euro zu.

Im Programm zur Förderung der Behindertengerechten Anpassung von Wohneigentum konnten wir 73.000 Euro bewilligen. Mit den Geldern wird durch Umbauten von vorhandenem Wohneigentum die Situation für Schwerbehinderte verbessert.

Die Förderung von Wohneigentum ist nachhaltig, weil sie die Schaffung von individuellem Wohnraum ermöglicht, der zum Beispiel zur finanziellen Absicherung im Alter beitragen kann.

Durchleitung KfW-Produkte im Wohnungsbau

Die KfW ist eine Förderbank auf Bundesebene ohne regionales Filialnetz und arbeitet daher mit regionalen Partnern zusammen. Zu den Partnern zählt auch die ILB. Wir agieren als Durchleitungsinstitut der Brandenburger Sparkassen. In dieser Funktion leiten wir Darlehen von Kundinnen und Kunden, deren Hausbank die Sparkasse ist, zur Förderung von Investitionen im Wohnungsbau durch, d. h. die KfW stellt die Mittel bereit und die ILB übernimmt die Abwicklung.

Im Jahr 2025 konnten wir die Anzahl der Bewilligungen um 60 Prozent steigern. Das Zusagevolumen erreichte 96 Millionen Euro und damit 39 Millionen mehr als im Jahr zuvor.

Die Durchleitung von KfW-Krediten ist nachhaltig, weil sie verlässliche Finanzierungsmöglichkeiten eröffnet, Investitionen ermöglicht und damit positiv zum Wachstum der Wirtschaft beiträgt.

Stand: 31.12.2025