Unser Fördergeschäft

Im Jahr 2025 konnte die ILB mit Zusagen von 2 Milliarden Euro mehr als 4.400 Vorhaben fördern und damit Investitionen in Höhe von 2,7 Milliarden Euro angestoßen.

Verteilung der Förderzusagen

~ 4.400
Projekte

Zusagevolumen ILB-Förderung (650 Millionen Euro)
Zusagevolumen Geschäftsbesorgung (1.350 Millionen Euro)

Als Förderbank des Landes Brandenburg arbeiten wir im Sinne des Gemeinwohls. Wir unterstützen die Landesregierung dabei, öffentliche und private Investitionen in Wirtschaft, Arbeit, Infrastruktur und Wohnungsbau auf den Weg zu bringen.

Unser Geschäft basiert auf zwei Säulen: Zum einen setzen wir im Rahmen der Geschäftsbesorgung die Landesförderprogramme um. Die Mittel hierfür werden von der Europäischen Union, dem Bund und dem Land bereitgestellt. Zum anderen bieten wir ILB-Förderprogramme mit Zinsvergünstigungen an, die wir aus dem ILB-eigenen Förderfonds finanzieren.

Wir haben auch 2025 sehr gute Ergebnisse erzielt. Mit Zusagen in Höhe von 2 Milliarden Euro konnten wir den Planwert um 45 Millionen Euro übertreffen und ein Rekordjahr für Innovations- und Forschungsprojekte verzeichnen.

Im Rahmen der Geschäftsbesorgung bewilligten wir über alle Bereiche hinweg 1.350 Millionen Euro und lagen damit 10 Prozent bzw. 125 Millionen Euro über Plan.
Mehr als 650 Millionen Euro Fördergelder stellten wir bankweit über die ILB-eigenen Förderangebote bereit. Damit konnten wir 20 Prozent und damit 109 Millionen Euro mehr zusagen als im Vorjahr.

Die bewilligten Mittel ermöglichen Investitionen in Höhe von 2,7 Milliarden Euro. Für sich genommen bleibt die Zahl abstrakt. Erst der Blick auf die Ergebnisse zeigt ihre Bedeutung für die Menschen im Land Brandenburg: Die Förderung führt konkret zu 3.000 neuen oder gesicherten Arbeitsplätzen, zu 1.700 neu gebauten oder modernisierten Wohnungen und zu mehr als 1.300 Bildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen.

Highlights aus den Förderfeldern

Die Infrastrukturförderung hatte den größten Anteil am guten Förderergebnis 2025. So flossen rund 331 Millionen Euro aus dem Strukturstärkungsgesetz in neun größere Vorhaben in der Lausitz. Das Programm bleibt damit eines der wichtigsten Instrumente, um die Folgen des Ausstieges aus der Kohleverstromung zu bewältigen. Das Kommunale Investitionsprogramm, ein erst im Oktober 2025 aufgelegtes Kreditprogramm zur Unterstützung der Kommunen, war mit Zusagen von 97 Millionen Euro sehr gut nachgefragt. Hochschulen, Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen im Land erhielten 44 Millionen Euro, um den Wissenschaftsstandort Brandenburg weiter zu stärken.

Die gewerbliche Wirtschaftsförderung war von einer Verdopplung der Zusagesummen im wichtigen Förderprogramm GRW-G auf 117 Millionen Euro geprägt. Hauptziele sind die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen, das Ausgleichen von Standortnachteilen und die Beschleunigung von Transformationsprozessen. In der Innovationsförderung konnte mit Zusagen von rund 64 Millionen Euro ein Rekordjahr verzeichnet werden. Wichtige Bestandteile dabei waren die Förderung von Innovations-, Forschungs- und Digitalisierungsvorhaben in Unternehmen sowie der Transfer von der Wissenschaft in die Wirtschaft. Die Förderung von Start-up-Zentren trug mit knapp 18 Millionen Euro zur Weiterentwicklung der regionalen Gründungs- und Innovationsinfrastruktur bei.

Auch im Wohnungsbau – einem der aktuell gesellschaftlich wichtigsten Themenfelder – konnte die ILB ihre Zusagen 2025 abermals steigern, wodurch in den kommenden Jahren über 1.700 vorrangig klima- und generationengerechte Wohneinheiten in Brandenburg neu gebaut oder modernisiert werden. 250 Millionen Euro wurden allein im Rahmen der Geschäftsbesorgung für den sozialen, mietpreisgebundenen Wohnungsbau zugesagt. Auch die Förderung des Neubaus, des Erwerbs und der Modernisierung von Wohneigentum konnte auf 35 Millionen Euro erhöht werden, um mehr Brandenburgerinnen und Brandenburger bei der Verwirklichung ihres Traums von den eigenen vier Wänden zu unterstützen.

Der Fachkräftemangel bleibt eines der größten Risiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Landes Brandenburg. Daher ist das Ergebnis im Bereich der Arbeitsförderung für das Jahr 2025 besonders erfreulich. Mit gut 133 Millionen Euro wurden hier im Vergleich zum Vorjahr mehr als doppelt so viel Fördermittel vergeben. Schwerpunkte lagen dabei auf der Unterstützung von Gründungsvorhaben, der Alphabetisierung und Grundbildung sowie in der sozialen Inklusion und Integrationsbegleitung. Das nachfragestärkste Programm war mit 696 Zusagen erneut die Weiterbildungsrichtlinie zur Kompetenzentwicklung von Beschäftigten. Bei dieser können Fördergelder sowohl von Unternehmen als auch direkt von Privatpersonen beantragt werden, wobei der Fördersatz bis zu 60 Prozent beträgt.

Mehr Lebensqualität für Brandenburg

Mit den Ergebnissen des Jahres 2025 gewinnen nahezu alle Brandenburgerinnen und Brandenburger: von besseren Infrastrukturen, einer modernisierten Wirtschaft und einer stärkeren Zukunftsorientierung in den Regionen. Kurz gesagt: Die Förderung trägt dazu bei, dass das Leben im Land spürbar verbessert wird.

Dabei ist es uns wichtig zu betonen, dass die Förderung nicht nur auf die Entwicklung einzelner Regionen wie der Lausitz oder der Uckermark ausgerichtet ist. Die ILB ist die Förderbank für das ganze Land Brandenburg und steht jeder Region und jedem förderbaren Vorhaben mit den passenden Angeboten zur Seite.

Als moderne und zuverlässige Investitionsbank stehen wir Kommunen, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürgern als erste Anlaufstelle mit einem klaren Anspruch zur Seite: kundenorientiert und nachhaltig die soziale, ökologische und wirtschaftliche Entwicklung Branden-burgs voranzubringen.

Durch unsere langjährige Erfahrung, passgenauen Förderangebote und die enge Zusammenarbeit mit dem Land Brandenburg sind wir die kompetente Partnerin, die Projekte im ganzen Land möglich macht.

Nachhaltigkeit

Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen (UN) ist ein globaler Plan zur Förderung von Frieden und Wohlstand und zum Schutz unseres Planeten. In der Agenda wurden 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, kurz SDGs) festgelegt. Alle Staaten und Regionen sind aufgefordert, ihren Beitrag zu leisten, um diese Ziele zu erreichen.

Sustainable Development Goals (SDGs) der UN© Vereinte Nationen

Die Landesnachhaltigkeitsstrategie (LNHS) des Landes Brandenburg, welche kontinuierlich angepasst wird, beschreibt Nachhaltigkeit als einen entscheidenden Faktor für eine zukunftsfähige Gesellschaft. Eine nachhaltige Entwicklung soll den Bedürfnissen der heutigen, aber auch von künftigen Generationen gerecht werden.

Daraus ableitend wurden die Förderprogramme des Landes und der ILB den Nachhaltigkeitszielen der UN zugeordnet.

Im Kapitel Nachhaltigkeit finden Sie alle Details zum nachhaltigen Handeln der ILB.

In den Kapiteln Wirtschaft, Arbeit, Infrastruktur und Wohnungsbau stellen wir Ihnen aus unserem Förderspektrum eine Auswahl beispielhafter Programme vor.

Die „Übersicht über das Fördergeschäft“ informiert Sie über alle Programme, die von der ILB im Jahr 2025 bearbeitet wurden.