Arbeit

Im Jahr 2025 erreichte die ILB ein Zusagevolumen von über 133 Millionen Euro. Die Fördermittel unterstützen mehr als 1.300 Projekte, über die Maßnahmen für Bildung, Beschäftigung und soziale Inklusion realisiert werden können.

Auftraggeber der Landesförderprogramme waren die Brandenburger Ministerien.*

  • für Bildung, Jugend und Sport
  • der Justiz und der Digitalisierung
  • für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz
  • für Wissenschaft, Forschung und Kultur
  • für Inneres und Kommunales
  • für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz
  • für Gesundheit und Soziales.

*  Dieser Förderbericht bezieht sich auf das Jahr 2025, dementsprechend wurden die Bezeichnungen der Ministerien aus 2025 verwendet.

In diesem Förderfeld bietet die ILB keine eigenen Förderprogramme an.

Der Arbeitsmarkt war 2025 geprägt von Dynamik: Gründungen nahmen Fahrt auf, Weiterbildung gewann an Bedeutung und Integrationsangebote wurden stark nachgefragt.

Mit Zusagen von insgesamt 133 Millionen Euro konnte die ILB das Fördervolumen in 2025 gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppeln und damit die Planwerte deutlich übertreffen. Die Anzahl der Zusagen konnte auf dem hohen Niveau des Vorjahres gehalten werden.

Verantwortlich für den deutlichen Zuwachs sind im Wesentlichen Programme aus den Förderbereichen Beschäftigung und Soziale Inklusion wie beispielsweise „Gründen in Brandenburg“ und „Integrationsbegleitung“.

Beschäftigung

Im Bereich Beschäftigung unterstützte die ILB Menschen beim beruflichen Neustart und beim Schritt in die Selbstständigkeit. Das Zusagevolumen erreichte 24 Millionen Euro – mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Besonders hervorzuheben ist das Förderprogramm Gründen in Brandenburg: Mit über 21 Millionen Euro Bewilligungen stärkt es Unternehmergeist, fördert Existenzgründungen sowie Unternehmensnachfolgen und begleitet Gründende mit Coaching und Qualifizierung auf dem Weg zu tragfähigen Geschäftsmodellen.

Die Förderung der Beschäftigung ist nachhaltig, weil sie die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und Arbeitskräften unterstützt und bessere Beschäftigungschancen schafft.

Bildung

Die Bildungsförderung war auch 2025 ein zentraler Motor für berufliche Entwicklung. Mit insgesamt über 42 Millionen Euro unterstützte die ILB Menschen beim Einstieg in Ausbildung und beim Erwerb neuer Kompetenzen.

Insgesamt konnte die ILB über 3.000 Personen fördern – darunter über 1.800 im Förderprogramm Türöffner: Zukunft Beruf 2022. In diesem Programm wurden junge Teilnehmende maßgeblich unterstützt und es konnten fast 8 Millionen Euro zugesagt werden. Damit konnten Ausbildungsabbrüche vermieden, soziale sowie personale Kompetenzen gestärkt und Jugendlichen der sichere Übergang in Ausbildung und Beruf erleichtert werden.

Das nachfragestärkste Programm in 2025 war mit fast 700 Zusagen erneut die Weiterbildungsrichtlinie zur Kompetenzentwicklung von Beschäftigten. Bei dieser können Fördergelder sowohl von Unternehmen als auch von Privatpersonen zur beruflichen Kompetenzentwicklung beantragt werden, wobei der Fördersatz bis zu 60 Prozent beträgt.

Das Förderprogramm Alphabetisierung und Grundbildung 2023 erreichte im Jahr 2025 ein Fördervolumen von über 11 Millionen Euro und stärkte damit grundlegende Lese- und Rechtschreibkompetenzen. Damit verbesserten sich die Chancen Erwachsener im Beruf, in Weiterbildung und im Alltag.

Bildungsförderung ist nachhaltig, weil sie Kompetenzen stärkt, Menschen berufliche Perspektiven eröffnet, damit Abwanderung entgegenwirkt und für die Unternehmen neue Fachkräftepotentiale erschließt.

Soziale Inklusion

Die Soziale Inklusion zeigte 2025 den stärksten Aufwärtstrend. Das Zusagevolumen erreichte über 66 Millionen Euro. Die Hälfte der Zusagen im Förderfeld Arbeit entfällt allein auf die Richtlinien im Förderbereich Soziale Inklusion.

Insgesamt wurden über 1.600 Menschen erreicht – darunter über 1.000 Teilnehmende allein in der Integrationsbegleitung, mit dem Ziel, soziale Stabilität zu gewinnen, individuelle Problemlagen zu bearbeiten und Schritt für Schritt an Arbeit oder Bildung herangeführt zu werden. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich in diesem Programm die zugesagten Fördermittel signifikant auf fast 25 Millionen Euro und ermöglicht damit Investitionen in Höhe von mehr als 49 Millionen Euro.

Mehr als 600 Menschen nahmen am Förderprogramm Haftvermeidung durch soziale Integration 4.0 teil. Es setzt auf Prävention, soziale Stabilisierung und Qualifizierung, um Rückfälle zu verhindern und neue Lebensperspektiven zu ermöglichen. Die Summe der zugesagten Gelder betrug mehr als 9 Millionen Euro.

Gut angenommen wurde auch die 2. Förderrunde des Programms Willkommen in Brandenburg. Hier hat die ILB mehr als 13 Millionen Euro zugesagt. Es unterstützt Menschen mit Migrationsgeschichte durch Welcome-Center, Beratung und Orientierung, um den Einstieg in Arbeit zu erleichtern und sie als Fachkräfte im Land Brandenburg zu halten.

Über 13 Millionen Euro bewilligten wir über das neue Förderprogramm Sozioökonomische Integration und stärkten damit kommunale Teilhabe- und Arbeitsmarktstrukturen. Darüber hinaus organisiert eine landesweit agierende Koordinierungsstelle Deutschkurse für Geflüchtete, um die Sprachkenntnisse der Bevölkerungsgruppe für eine erfolgreiche Eingliederung zu verbessern.

Die Förderungen wirken nachhaltig, weil soziale Stabilität wächst, Rückfälle verhindert werden und Teilhabe gestärkt wird.

Innovative Maßnahmen

Durch den Kohleausstieg kommt es in der Lausitz zu einem Abbau von Arbeitsplätzen im Braunkohlebergbau und bei der Kohleverstromung. In der Folge besteht die Gefahr eines strukturwandelbedingten Anstiegs der Arbeitslosigkeit. Zudem könnten junge Menschen und Fachkräfte auf der Suche nach beruflichen Perspektiven die Lausitz verlassen. Gleichzeitig verzeichnet die Lausitz bereits jetzt deutliche Engpässe bei Fachkräften, gerade mit technischer Qualifikation. Dabei besteht im Braunkohlesektor ein hohes Qualifikationsniveau, viele Berg- und Tagebauberufe erfordern Kompetenzen, die auch in anderen industriellen Berufen gefragt sind.

Mit dem Kompetenzzentrum Transformation in der Arbeitswelt im Lausitzer Revier im Land Brandenburg begleitet und gestaltet die ILB die Transformation der Arbeitswelt in der Brandenburgischen Lausitz.

Das Kompetenzzentrum soll kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei den anstehenden Transformationsprozessen unterstützen. Dazu zählen unter anderem Bedarfsanalysen bei den Unternehmen, die Bereitstellung praxisnaher Methoden, um erfolgreich den Veränderungen des Arbeitsmarktes zu begegnen sowie die Ausbildung von Mitarbeiter*innen zu Transformationslotsen.

Neben der Information der Öffentlichkeit über die Fortschritte und Ergebnisse soll das Kompetenzzentrum auch in einschlägigen Netzwerken mitarbeiten und arbeitsmarktpolitische Projekte unterstützen.

Das Vorhaben ist nachhaltig, weil das Kompetenzzentrum hilft, Arbeitskräfte für KMU in der Brandenburger Lausitz bedarfsgerecht zu qualifizieren und zu halten.

Stand: 31.12.2025