Wirtschaft

Die ILB konnte im Jahr 2025 ihr Fördervolumen auf 476 Millionen Euro erhöhen. Die Mittel führen zu Investitionen von fast 1,5 Milliarden Euro in Brandenburger Unternehmen. Damit verbunden sind 3.000 neue oder gesicherte Arbeitsplätze.

Auftraggeber der Landesförderprogramme waren die Brandenburger Ministerien*

  • für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz
  • für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz

sowie

  • die Filmförderungsanstalt FFA des Bundes
  • die MV Filmförderung GmbH und
  • die Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH.

* Dieser Förderbericht bezieht sich auf das Jahr 2025, dementsprechend wurden die Bezeichnungen der Ministerien aus 2025 verwendet.

Ergänzend zur Landesförderung bietet die ILB eigene Förderprogramme an.

Das Land Brandenburg entwickelt sich wirtschaftlich weiter, Unternehmen stehen unter stetigen Herausforderungen. Deshalb bleibt eine gezielte wirtschaftliche Förderung ein wichtiger Motor. Das zeigt sich auch in der positiven Entwicklung der Zahlen.

Im Jahr 2025 erzielten wir ein Zusagevolumen von über 476 Millionen Euro und damit 14 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Davon entfielen 403 Millionen Euro auf die Geschäftsbesorgung und 74 Millionen Euro auf ILB-Programme. Maßgeblich zum Erfolg trug die gewerbliche Wirtschaftsförderung mit mehr als die Hälfte des Volumens bei.

Mit den Fördermitteln können 1.914 Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von 1,4 Milliarden Euro realisiert werden, das sind 86 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor. Die Investitionen werden zu fast 3.000 neuen oder gesicherten Arbeitsplätzen in Brandenburg führen.

Gewerbliche Wirtschaft

Im Jahr 2025 konnten wir die Bewilligungen auf 272 Millionen Euro steigern. Davon sagten wir 239 Millionen Euro im Auftrag des Landes zu. Die sehr guten Ergebnisse machen die gewerbliche Wirtschaftsförderung zum erfolgreichsten Segment im Förderbereich Wirtschaft.

Allein über die große Richtlinie der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW-G) konnten wir 92 Millionen Euro zusagen, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Auch das damit ermöglichte Investitionsvolumen legte mit 478 Millionen Euro ordentlich zu und erhöhte sich sogar um 150 Prozent.

Jeder Förder-Euro löst somit durchschnittlich mehr als 5 Euro an Investitionen aus, in deren Ergebnis rund 1.400 Arbeitsplätze neu geschaffen oder gesichert werden.

Damit leistete insbesondere die große Richtline der GRW-G einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung der Brandenburger Wirtschaft. Gefördert werden Investitionen von Unternehmen mit überregionalem Absatzmarkt. Hauptziele der Förderung sind die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen, das Ausgleichen von Standortnachteilen und die Beschleunigung von Transformationsprozessen.

Außerdem trug die JTF Unternehmensförderung zu dem guten Ergebnis bei der Geschäftsbesorgung bei. Das niedrigschwellige Programm schafft für kleine, mittlere und große Unternehmen attraktive Anreize, sich den Herausforderungen des Strukturwandels mit Investitionen zu stellen.

Im Jahr 2025 konnten wir die Anzahl der Zusagen im Vergleich zu 2024 um 50 Prozent erhöhen. Wir bewilligten im vergangenen Jahr insgesamt 63 Millionen Euro für über 400 unterschiedliche Vorhaben. Trotz dieser Zahlen und ausreichend verfügbarer Fördermittel bleibt der Strukturwandel in der Lausitz herausfordernd, da viele Unternehmen ihre Vorhaben wegen des anhaltenden Fachkräftemangels nicht wie geplant umsetzen können.

Die Förderung von Start-up-Zentren trug mit knapp 18 Millionen Euro für Zusagen zur Weiterentwicklung der regionalen Gründungs- und Innovationsinfrastruktur bei.

Stark nachgefragt wurde auch die Richtlinie GRW Markt International 2023. Insgesamt 1 Million Euro floss in die Unterstützung von 134 kleinen und mittleren Unternehmen, um international wettbewerbsfähiger zu werden und neue Auslandsmärkte zu erschließen – besonders mit innovativen Produkten.

Hervorzuheben als Beispiel für Zukunftsorientierung ist die Richtlinie Wasserstoff-Speicher Brandenburg 2024. In 2025 konnten in diesem Programm ein Dutzend gewerbliche Speicher- und Wasserstoffvorhaben mit 15 Millionen Euro im Programm gefördert werden. Die Förderung ermöglicht Investitionen in Höhe von 34 Millionen Euro.

Pictogramm für das Sustainable Development Goal (SDG) 7: Bezahlbare und saubere Energie© Vereinte Nationen
Pictogramm für das Sustainable Development Goal (SDG) 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum© Vereinte Nationen
Pictogramm für das Sustainable Development Goal (SDG) 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur© Vereinte Nationen

Die Förderung der gewerblichen Wirtschaft ist nachhaltig, weil sie erneuerbare Energien voranbringt und Unternehmen stärkt.

Ergänzend zur Geschäftsbesorgung stellten wir über 33 Millionen Euro über ILB-Produkte für die gewerbliche Wirtschaft bereit.

Den größten Anteil daran hatten die Brandenburg-Kredite Gründung zur Unterstützung von Existenzgründungen und jungen Unternehmen. Hier konnten 23 Millionen Euro zugesagt und somit 113 Vorhaben gefördert werden. Im Ergebnis ermöglicht die Förderung Investitionen von insgesamt 31 Millionen Euro. Damit verbunden sind fast 700 neue und gesicherte Arbeitsplätze.

Die Gründungsförderung ist nachhaltig, weil sie jungen Unternehmen hilft, Fuß zu fassen und erfolgreicher Teil der Brandenburger Wirtschaft zu werden.

Innovation

Bei der Förderung innovativer Projekte im Rahmen der Geschäftsbesorgung konnten wir in 2025 mit Zusagen von fast 64 Millionen Euro ein Rekordjahr verzeichnen. Noch nie wurden in einem Jahr so viele Fördermittel für brandenburgische Unternehmen und Forschungseinrichtungen vergeben. Mit der Förderung von Forschung und Innovation schaffen wir Grundlagen für neue Arbeitsplätze, für wirtschaftliches Wachstum und für internationale Wettbewerbsfähigkeit. Eine direkte Investition also in die Zukunft unseres Bundeslandes.

Eine wichtige Stellschraube war dabei das Programm BIG Digital. Hier sagten wir über 9 Millionen Euro zu und unterstützen damit viermal mehr Projekte als in 2024. Die Förderung kommt Digitalisierungsvorhaben in kleinen und mittleren Unternehmen bzw. in Handwerksbetrieben zugute, um deren Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Das bedeutet eine Steigerung um 360 Prozent.

Und auch die Richtlinie ProFIT 2023 war sehr erfolgreich. Das Programm unterstützt Unternehmen und Forschungseinrichtungen unter anderem bei der Entwicklung von Produkten und Technologien, bei der Umsetzung von Durchführbarkeitsstudien und bei Markteinführungen. Ziel ist, mehr neue, verbesserte und nachhaltige Produkte und Verfahren zu generieren. Hier konnten wir mit 23 Projekten noch einmal mehr Maßnahmen bewilligen als im Vorjahr und das Zusagevolumen um 50 Prozent auf fast 46 Millionen Euro steigern.

Zum Erfolg trug auch das Programm Wissens- und Technologietransfer 2022 bei, mit dem wir insgesamt 11 Forschungs- und wirtschaftsfördernde Einrichtungen mit Zusagen in Höhe von gut 8 Millionen Euro unterstützten – dreimal mehr als im Vorjahr.

Pictogramm für das Sustainable Development Goal (SDG) 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum© Vereinte Nationen
Pictogramm für das Sustainable Development Goal (SDG) 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur© Vereinte Nationen

Die Förderung innovativer Strukturen ist nachhaltig, weil sie die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen verbessert und damit Arbeitsplätze sichert.

Agrar

Im Jahr 2025 konnte wir im Rahmen der Geschäftsbesorgung 39 Millionen Euro für landwirtschaftliche Betriebe zusagen und damit fast das Doppelte an Investitionen auslösen, konkret 78 Millionen Euro. Die Förderung trägt – im wahrsten Sinne des Wortes – Früchte, denn die Mittel kommen 184 Investitionsvorhaben zugute, fast 80 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Im Agrarbereich war mit fast 100 Zusagen in Höhe von 25 Millionen Euro die Nachfrage im neuen Programm Einzelbetriebliche Investitionen in landwirtschaftlichen Unternehmen (ELER 2023-2027) am stärksten. Das Investitionsvolumen erreichte über 63 Millionen Euro. Gefördert wurden hier Investitionen zur Erzeugung und Vorbereitung landwirtschaftlicher Produkte, was Agrarbetrieben dabei hilft, moderner, nachhaltiger und wirtschaftlich stabiler zu werden.

Das Programm Netzwerke, Kooperationen und regionale Wertschöpfungsketten (ELER 2023-2027) bringt Akteure zusammen, damit sie gemeinsam nachhaltige Entwicklungen in der Region vorantreiben. Für 17 Vorhaben konnten Zusagen in Höhe von fast 6 Millionen Euro erteilt werden. Damit wurde ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Zusammenarbeit und des Wissensaustauschs geleistet, um den Klimawandel und seine Folgen einzudämmen.

Die Agrarförderung ist nachhaltig, weil sie Projekte für eine standortangepasste und wirtschaftlich erfolgreiche Land- und Forstwirtschaft unterstützt.

Medien

Die Förderung der Filmwirtschaft stärkt Brandenburg als kreativen Standort, indem sie hochwertige Produktionen ermöglicht. Im Jahr 2025 konnten wir mit einem Volumen von rund 65 Millionen Euro die guten Ergebnisse der Vorjahre erneut erreichen.

Im Auftrag der Länder Berlin und Brandenburg verwalten wir als Treuhänderin und Geschäftsbesorgerin für die Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH die Fördermaßnahmen des Filmförderfonds der Länder Berlin und Brandenburg. 2025 sagten wir insgesamt 44 Millionen Euro für knapp 360 Projekte zu.

Ergänzend sicherten wir über das ILB-Programm Zwischenfinanzierung von Filmproduktionen in 41 Fällen die Liquidität im Verlauf von Filmproduktionen und stellten dafür insgesamt 20 Millionen Euro zur Verfügung. Hier verzeichneten wir bei den Zusagen einen Anstieg um fast 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Medienförderung ist nachhaltig, weil sie den Filmstandort Nummer 1 in Deutschland stärkt und damit Arbeitsplätze sichert.

Eigenkapitalfinanzierungen

Die Stärkung des Eigenkapitals von Startup-Finanzierungen und des Mittelstandes kann nicht allein auf öffentlichen Förderungen basieren. Es braucht ergänzende Finanzierungsinstrumente, deren Bedeutung in der Zukunft weiter zunehmen wird. Mit unseren Kapitalbeteiligungsge-sellschaften leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Eigenkapitalfinanzierung von zumeist kleineren, innovativen und technologieorientierten Unternehmen. So bieten wir über unsere Tochter Brandenburg Kapital GmbH Venture Capital (VC) und Mezzanine Kapital.

Trotz des weiterhin angespannten Marktumfelds konnten wir 2025 Gründungsfinanzierungen in Höhe von insgesamt 17 Millionen Euro zusagen und damit 30 Unternehmen unterstützen. Die Mittel stellten wir vorrangig aus dem Eigenkapitalfonds und ergänzend aus dem BFB III Wachstums- und Frühphasenfonds zur Verfügung.

Die Fonds wurden durch Beiträge des Landes, der Europäischen Union und – aus eigenen Mitteln – finanziert. Im Gegensatz zur Zuschuss-Förderung werden durch den Einsatz der Fondsmittel Rückflüsse generiert, welche erneut zum Einsatz kommen können. Dieser revolvierende Mitteleinsatz stellt vor dem Hintergrund rückläufiger Strukturfondsmittel ein nachhaltiges Finanzierungsmodell dar.

Besonders wichtig bei VC-Investitionen: Das zugesagte Volumen wird durch Co-Investments privater VC-Fonds und von Business Angels weiter gehebelt. So konnten wir zusätzlich zu den 17 Millionen Euro aus dem Eigenkapitalfonds weitere 66 Millionen Euro an sonstigem privatem Kapital einsammeln. Wir stellen daher nicht nur Venture Capital zur Verfügung, sondern ziehen damit auch ein Vielfaches an privatem Kapital nach Brandenburg.

Die Stärkung des Eigenkapitals ist nachhaltig, weil es die Bonität innovativer Unternehmen in der Start- und Wachstumsphase und damit deren Entwicklungschancen verbessert.

Durchleitung von KfW-Krediten für die Wirtschaft

Die KfW ist eine Förderbank auf Bundesebene ohne regionales Filialnetz und arbeitet daher mit regionalen Partnern zusammen. Zu den Partnern zählt auch die ILB. Wir agieren als Durchleitungsinstitut der Brandenburger Sparkassen. In dieser Funktion leiten wir Darlehen von Kund*innen, deren Hausbank die Sparkasse ist, zur Förderung von Investitionen in der Wirtschaft durch, d. h. die KfW stellt die Mittel bereit und die ILB übernimmt die Abwicklung.

Das Durchleitungsgeschäft entwickelte sich in 2025 sehr erfreulich. Wir konnten die Anzahl der geförderten Vorhaben im Vergleich zum Vorjahr um zwei Drittel erhöhen und das Volumen auf 20 Millionen Euro steigern.

Die Durchleitung von KfW-Krediten ist nachhaltig, weil sie verlässliche Finanzierungsmöglichkeiten eröffnet, Investitionen ermöglicht und damit positiv zum Wachstum der Wirtschaft beiträgt.

Stand: 31.12.2025