Ministerin Katrin Lange

Grußwort der Vorsitzenden des Verwaltungsrates

Sehr geehrte Damen und Herren,

es gibt Nachrichten, die überraschen nicht wirklich und dennoch freut man sich, sie zu lesen. So geschehen Mitte vergangenen Jahres, als die Ratingagentur Fitch die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) mit dem Spitzen-Rating AAA bewertete. Die ILB hatte sich erstmals einer Bewertung durch eine Ratingagentur unterzogen und konnte direkt die Bestnote verbuchen. Zum 15.02.2022 wurde diese Bewertung seitens der Ratingagentur Fitch noch einmal bestätigt.

Sowohl das Land Brandenburg selbst als auch seine Förderbank verfügen damit über die jeweils höchste Ratingstufe. Das zeigt Investoren, dass sie sich auf uns verlassen können.

Diese Verlässlichkeit spiegelt sich sowohl in den konstant hervorragenden Förderergebnissen der ILB als auch im Brandenburger Landeshaushalt 2022 wider. Der Brandenburger Haushalt bewegt sich im Spannungsfeld zwischen der Notwendigkeit, auf Dauer nicht über die eigenen Verhältnisse zu leben, und dem Erfordernis, finanzpolitisch weiter kraftvoll durch die Krise zu navigieren.

Die Pandemie-Haushalte der letzten beiden Jahre können langfristig nicht der Maßstab für Brandenburg sein. Zugleich müssen absehbar aber auch weiterhin die Folgen der Pandemie finanziert werden. Dieser Herausforderung begegnen wir mit einem soliden Haushalt 2022.

Die Landesregierung wird die Neuverschuldung im Haushaltsjahr 2022 um mehr als 90 Prozent gegenüber dem Haushalt des Vorjahres senken. Damit werden die Regeln der grundgesetzlich verankerten Schuldenbremse vollständig eingehalten.

Gleichzeitig gehen wir erneut an die Grenze des finanziell Möglichen. Der Haushalt enthält Investitionsausgaben von mehr als 2 Milliarden Euro. Damit steigt die Investitionsquote auf 13,4 Prozent. Die Landkreise und Gemeinden erhalten deutlich höhere Zuweisungen. Wir wollen erreichen, dass die Wirtschaft wieder Tritt fasst, der Arbeitsmarkt belebt wird, Wertschöpfung stattfindet und Steuern gezahlt werden. Damit legen wir die Grundlagen für die erfolgreiche Weiterentwicklung Brandenburgs in der Zeit nach der Pandemie.

Wir sind uns der Größe der vor uns liegenden Aufgaben bewusst. Corona hat uns alle hart auf die Probe gestellt. Es gilt, sich weiter gemeinsam gegen die Folgen der Pandemie zu stemmen. Die ILB steht dabei als zuverlässige Geschäftsbesorgerin an unserer Seite.

Im Jahr 2022 feiert die ILB ihr 30jähriges Jubiläum. Der erste Finanzminister des Landes Brandenburg, Klaus-Dieter Kühbacher, bezeichnete die Bank in ihrem Geschäftsbericht 1992 als gute Adresse für private und kommunale Investoren. Dies kann ich bestätigen. Seit drei Jahrzehnten ist die ILB die erste Anlaufstelle, wenn es um Förderung in Brandenburg geht.

Mit einem Zusagevolumen von fast 2,9 Milliarden Euro stellte die ILB auch in 2021 ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis. 42.500 Zusagen wurden erteilt, davon rund 38.000 Förderanträge allein im Rahmen unterschiedlicher Corona-Sonderprogramme. Diese Programme bearbeitete die Bank zusätzlich zu ihrem regulären Geschäft und zeigte damit erneut ihre Verlässlichkeit auch in herausfordernden Zeiten.

Mein Dank gilt den Beschäftigten und dem Vorstand der Bank. Ich freue mich auf die weitere gute Zusammenarbeit.

Katrin Lange

Verwaltungsratsvorsitzende der ILB und
Ministerin der Finanzen und für Europa
des Landes Brandenburg