Ministerin Katrin Lange

Grußwort der Vorsitzenden des Verwaltungsrates

Das Jahr 2020 war für die ILB mit großen Herausforderungen verbunden. Die ILB hat ihr Know How für die Bearbeitung der ersten Corona-Soforthilfen erst aufbauen müssen und in wenigen Wochen mehr als 61.000 Brandenburger Unternehmen, Freiberufler und Solo-Selbständigen die Summe von 531 Millionen Euro ausgezahlt. Die Beschäftigten der ILB haben sich dieser Aufgabe mit großem Engagement gestellt. Gearbeitet wurde fast das ganze Jahr hindurch, auch an den Samstagen und über die Osterfeiertage hinweg. Deshalb möchte ich es an dieser Stelle nicht versäumen, mich bei allen ILB-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nochmals für ihren außergewöhnlichen Einsatz herzlich zu bedanken.

In der zweiten Jahreshälfte konnten die temporär entstandenen Rückstände bei der Abwicklung der übrigen Förderprogramme, dem eigentlichen Kerngeschäft der ILB, nahezu vollständig aufgeholt werden. Als Geschäftsbesorgerin für die Förderprogramme des Landes hat die ILB im letzten Jahr insgesamt 2,27 Milliarden Euro an Fördermitteln umgesetzt. Neben der großen Zahl der bearbeiteten Anträge im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wurden im Jahr 2020 die Fördermittel für weitere 5.588 Vorhaben zugesagt und bewilligt. Mit den Mitteln des Landes und der ILB werden damit in den nächsten Jahren Investitionen in Höhe von 2,4 Milliarden Euro im Land angeschoben und 6.194 Arbeitsplätze neu geschaffen und gesichert. Die ILB hat entscheidend dazu beigetragen, Brandenburg sowohl wirtschaftlich als auch hinsichtlich der Lebensqualität seiner Bürgerinnen und Bürger voranzubringen.

Brandenburg soll sich in der Zeit nach der Pandemie weiterhin positiv entwickeln, an der Umsetzung dieser Entwicklung wird sich die ILB auch weiterhin nach Kräften aktiv beteiligen. Derzeit hat die Landesregierung zweifellos noch alle Hände voll damit zu tun, Wirtschaft und Arbeitsmarkt wenigstens zu stabilisieren, um Schlimmeres zu verhindern. Die ILB wird auch weiterhin als Geschäftsbesorgerin wesentlich an der Abwicklung zugesagter Förderprogramme beteiligt sein.

Der Landtag hat mit dem Landeshaushalt rund 880 Millionen Euro aus dem Zukunftsinvestitionsfonds für konkrete Vorhaben und Investitionen bereitgestellt, die unser Land weiter voranbringen werden. Der Haushalt 2021 sieht zudem die Einrichtung eines neuen Sondervermögens vor: „Brandenburgs Stärken für die Zukunft sichern“. Es dient der Kofinanzierung von Bundesprogrammen, der Finanzierung des kommunalen Rettungsschirms und dem Ausgleich von coronabedingten Steuermindereinnahmen. Die Landesregierung will daran festhalten, dass die bewährten Förderprogramme für die Wirtschaft, die Infrastrukturentwicklung, den Wohnungsbau, für Bildung und Arbeit weiter fortgesetzt werden.

Alles das wird auch für die ILB neue Aufgaben und auch neue Herausforderungen mit sich bringen. Das Jahr 2021 bedeutet also viel Arbeit, die vor uns allen steht. Ich bin mir sicher, dass die ILB dabei weiterhin ein zuverlässiger Partner nicht nur der Landesregierung, sondern auch für die brandenburger Bürgerinnen und Bürger und für die heimische Wirtschaft sein wird. Wie der vorliegende Geschäftsbericht unterstreicht, ist unsere Förderbank ILB gut darauf vorbereitet und gerüstet.

Katrin Lange

Vorsitzende des Verwaltungsrates der ILB und
Ministerin der Finanzen und für Europa des Landes Brandenburg