Der Konzern war 2019, wie in den Vorjahren, zu 99,9 Prozent seiner Bilanzsumme durch die ILB geprägt. Die Konzernbilanzsumme in Höhe von 13.684,7 Millionen Euro ist nahezu unverändert. Dies spiegelt die Stabilität des Geschäftsmodells der ILB wider.

Die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Bank und des Konzerns sind zufriedenstellend und stabil.

Der Jahresüberschuss der ILB betrug im Jahr 2019 11,3 Millionen Euro (Vorjahr: 11,3 Millionen Euro) und belief sich im Konzern auf 11,5 Millionen Euro (Vorjahr: 11,4 Millionen Euro). Der Konzernjahresüberschuss verblieb auf Vorjahresniveau.

Die Ertragslage des Konzerns wird wesentlich durch die Ergebnisse der ILB geprägt.

Maßgröße für den finanziellen Erfolg der ILB stellt das Ergebnis vor Risikovorsorge und Reservebildung dar. Mit einem Betrag in Höhe von 46,3 Millionen Euro erzielte die ILB ohne kompensatorische Buchungen des ILBFörderfonds und des Brandenburg- Fonds in 2019 ein gutes Ergebnis vor Risikovorsorge und Reservebildung, das über dem Vorjahresniveau (43,0 Millionen Euro) lag.

Der Zinsüberschuss lag mit 59,0 Millionen Euro (Vorjahr: 61,2 Millionen Euro) erwartungsgemäß leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt kann sich die ILB den langfristig negativen Auswirkungen des anhaltenden Niedrigstzinsniveaus nicht vollständig entziehen. Während sich das Zinsergebnis der Fachbereiche im Wesentlichen stabil entwickelte, ist das Gesamtzinsergebnis aufgrund des niedrigeren Treasuryergebnisses rückläufig.

Der Provisionsüberschuss in Höhe von 55,6 Millionen Euro (Vorjahr: 49,9 Millionen Euro) resultiert im Wesentlichen aus Entgelten für die Geschäftsbesorgung von Förderprogrammen. Er setzt sich aus Verwaltungskostenbeiträgen für die Vergabe von Darlehen aus Treuhandmitteln, die Bearbeitung von Zuschussprogrammen und die Verwaltung von Bürgschaften zusammen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Erträge in der Zuschussbearbeitung zurückzuführen.

Der Personalaufwand der ILB in 2019 betrug 45,0 Millionen Euro (Vorjahr: 43,9 Millionen Euro).

Die anderen Verwaltungsaufwendungen einschließlich der Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen betrugen 26,0 Millionen Euro (Vorjahr 26,9 Millionen Euro).

Die Sachaufwendungen beliefen sich auf 21,0 Millionen Euro und lagen damit auf dem Niveau des Vorjahreswertes von 20,9 Millionen Euro.

Die Risikolage des Konzerns wird wesentlich durch die ILB geprägt. Für die erkennbaren Risiken im Kreditgeschäft wurden, unter Berücksichtigung bestehender Sicherheiten, Einzelwertberichtigungen gebildet. Sie haben ein niedriges Niveau und spiegeln die konservative Risikokultur der ILB wider. Der Entwicklung des latenten Kreditrisikos wurde durch entsprechende Bildung von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Der ILB-Förderfonds wurde in 2019 mit 5,0 Millionen Euro dotiert. Somit sind seit 2006 dem ILB-Förderfonds 100,0 Millionen Euro aus erwirtschafteten Erträgen für Förderleistungen im Rahmen der ILB-Produktfamilie Brandenburg-Kredit zugeführt worden.

Aus dem laufenden Jahresergebnis erfolgte eine Dotierung des Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von insgesamt 28,7 Millionen Euro (Vorjahr: 45,0 Millionen Euro).

Die den Konzern zu 99,9 Prozent prägende Bilanzsumme der ILB erhöhte sich im Geschäftsjahr 2019 um 263,7 Millionen Euro auf 13.678,0 Millionen Euro (Vorjahr: 13.414,3 Millionen Euro).

Das Geschäftsvolumen der ILB, in dem zusätzlich zum bilanziellen Bestandsgeschäft die Eventualverbindlichkeiten, die anderen Verpflichtungen, die Verwaltungskredite sowie die Verwaltungsbürgschaften enthalten sind, betrug zum Ende des Geschäftsjahres 2019 14.394,9 Millionen Euro (Vorjahr: 14.267,7 Millionen Euro). Das Geschäftsvolumen des Konzerns belief sich zum 31. Dezember 2019 auf 14.401,6 Millionen Euro (Vorjahr: 14.274,5 Millionen Euro).

Die Forderungen der ILB an Kreditinstitute sind um 4,9 Prozent auf 2.383,4 Millionen Euro (Vorjahr: 2.507,0 Millionen Euro) gesunken. Die Veränderungen resultieren im Wesentlichen auf eine Verringerung terminierter Tages- und Termingelder um 65,0 Millionen Euro, sowie dem Bestandsabbau an inländischen Schuldscheindarlehen um 30,0 Millionen Euro. Des Weiteren reduzierten sich die zweckgebundenen Kredite infolge von Tilgungen um 46,6 Millionen Euro.

Die Kundenforderungen der ILB sind um 505,8 Millionen Euro auf 5.420,2 Millionen Euro (Vorjahr: 4.914,5 Millionen Euro) gestiegen. Maßgeblich hierfür war das kommunale Kreditgeschäft, das um 176,4 Millionen Euro wuchs. Auch das Kreditgeschäft erhöhte sich durch den Kauf von Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen um 269,2 Millionen Euro. Demgegenüber wurden rund 147,3 Millionen Euro Tilgungen im Kreditgeschäft durch das Landeswohnungsbauvermögen getätigt.

Treuhandkredite sind aufgrund planund außerplanmäßiger Tilgungen um 70,8 Millionen Euro auf 2.064,7 Millionen Euro gesunken.

Der Bestand an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren der ILB in Höhe von 3.179,9 Millionen Euro lag zum 31. Dezember 2019 um 45,9 Millionen Euro unter dem Niveau des Vorjahres.

Die Aktien und andere nicht festverzinslichen Wertpapiere beinhalten ausschließlich die Anteile für den im Jahr 2014 bei der Union Investment Institutional GmbH aufgelegten Spezialfonds, der als Rentenfonds in europäische Unternehmensanleihen investiert.

Auch die Finanzlage des Konzerns wird nahezu ausschließlich durch die ILB bestimmt.

Die kurzfristige Mittelaufnahme im Geschäftsjahr 2019 erfolgte schwerpunktmäßig über Wertpapierpensionsgeschäfte und Tages- und Termingeldgeschäfte mit überwiegend inländischen Kreditinstituten. Offenmarktgeschäfte mit der Deutschen Bundesbank verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 200,0 Millionen Euro.

Langfristige Refinanzierungen erfolgten in erster Linie durch Schuldscheindarlehensaufnahmen bei inländischen Kreditinstituten und Globaldarlehen von der Europäischen Investitionsbank (EIB), der KfW-Bankengruppe, der Landwirtschaftlichen Rentenbank, der Council of Europe Development Bank sowie durch Platzierung von Schuldscheinen bei inländischen Versicherungen.

Zur Liquiditätsbeschaffung wurde im Berichtsjahr die Emission von Inhaberschuldverschreibungen in Höhe von 250,0 Millionen Euro (Vorjahr: 100,0 Millionen Euro) durchgeführt, so dass sich der Bestand mittlerweile auf 350,0 Millionen Euro beläuft.

Die Liquidität des Konzerns, die im Wesentlichen durch die ILB bestimmt wird, war jederzeit gesichert. Die Bank verfügte zum Jahresende 2019 über 98,4 Millionen Euro offene, noch nicht abgerufene Kreditzusagen anderer Förderbanken.

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB wurde auf 466,1 Millionen Euro aufgestockt. Davon entfielen 391,5 Millionen Euro auf Fondsmittel, die dem haftenden harten Kernkapital zugerechnet werden.

Das Eigenkapital der ILB und der Fonds für allgemeine Bankrisiken betrugen zusammen zum 31. Dezember 2019 698,9 Millionen Euro (Vorjahr: 664,9 Millionen Euro). Das Konzerneigenkapital, inklusive des Fonds für allgemeine Bankrisiken, belief sich auf 700,5 Millionen Euro (Vorjahr: 666,2 Millionen Euro).

Die Erhöhung beruht im Wesentlichen auf Zuführungen zu dem Fonds für allgemeine Bankrisiken und zu den Gewinnrücklagen.

Aufgrund der Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 26. Juni 2019 zur Verwendung des Gewinns aus dem Geschäftsjahr 2018 wurden 6,0 Millionen Euro Dividende an die Anteilseigner ausgezahlt. Ferner wurden der Gewinnrücklage 5,0 Millionen Euro und dem Gewinnvortrag 0,5 Millionen Euro zugewiesen.

Stand: 31.03.2020