Der Konzern war 2018, wie in den Vorjahren, zu 99,9 Prozent seiner Bilanzsumme durch die ILB geprägt. Die Konzernbilanzsumme in Höhe von 13.421,1 Millionen Euro ist im Vergleich zum Vorjahr weiterhin stabil.

Die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Bank und des Konzerns sind zufriedenstellend und stabil.

Der Jahresüberschuss der ILB betrug im Jahr 2018 11,3 Millionen Euro (Vorjahr: 11,4 Millionen Euro) und belief sich im Konzern auf 11,4 Millionen Euro (Vorjahr: 8,6 Millionen Euro). Der Konzernjahresüberschuss entwickelte sich positiv.

Die Ertragslage des Konzerns wird wesentlich durch die Ergebnisse der ILB geprägt.

Maßgröße für den finanziellen Erfolg der ILB stellt das Ergebnis vor Risikovorsorge und Reservebildung dar. Mit einem Betrag in Höhe von 43,0 Millionen Euro erzielte die ILB in 2018 ein gutes Ergebnis vor Risikovorsorge und Reservebildung, das leicht unter dem Vorjahresniveau (44,4 Millionen Euro) lag.

Der Zinsüberschuss lag mit 61,2 Millionen Euro (Vorjahr: 61,6 Millionen Euro) nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Damit konnte trotz weiterhin anhaltendem Niedrigzinsniveau das Zinsergebnis stabilisiert werden. Nach wie vor profitiert die ILB dabei von den günstigen Refinanzierungsbedingungen am Geld- und Kapitalmarkt. Die Erträge aus dem zinstragenden Fördergeschäft sowie dem Treasury-Ergebnis entwickelten sich insgesamt stabil.

Der Provisionsüberschuss in Höhe von 49,9 Millionen Euro (Vorjahr: 44,9 Millionen Euro) resultiert im Wesentlichen aus Entgelten für die Geschäftsbesorgung von Förderprogrammen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Erträge in der Zuschussbearbeitung zurückzuführen.

Der Personalaufwand der ILB in 2018 betrug 43,9 Millionen Euro (Vorjahr: 41,3 Millionen Euro).

Die anderen Verwaltungsaufwendungen einschließlich der Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen betrugen 26,9 Millionen Euro (Vorjahr:23,2 Millionen Euro).

Die Sachaufwendungen beliefen sich auf 20,9 Millionen Euro und lagen vor allem aufgrund gestiegener Prüfungs- und Beratungsaufwendungen über dem Niveau des Vorjahreswertes von 18,5 Millionen Euro.

Die Risikolage des Konzerns wird wesentlich durch die ILB geprägt. Für die erkennbaren Risiken im Kreditgeschäft wurden, unter Berücksichtigung bestehender Sicherheiten, Einzelwertberichtigungen gebildet. Sie haben ein stabiles und niedriges Niveau und spiegeln die konservative Risikokultur der ILB wider. Der Entwicklung des latenten Kreditrisikos wurde durch entsprechende Bildung von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Der ILB-Förderfonds wurde in 2018 mit 5,0 Millionen Euro dotiert. Somit sind seit 2006 dem ILB-Förderfonds 95,0 Millionen Euro aus erwirtschafteten Erträgen für Förderleistungen im Rahmen der ILB-Produktfamilie „Brandenburg-Kredit“ zugeführt worden.

Aus dem laufenden Jahresergebnis erfolgte eine Dotierung des Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von insgesamt 45,0 Millionen Euro (Vorjahr: 60,2 Millionen Euro). Im Jahr 2017 waren dem Fonds für allgemeine Bankrisiken 23,7 Millionen Euro zugewiesen worden durch Umwidmung aus den Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB.

Die den Konzern mit 99,9 Prozent prägende Bilanzsumme der ILB verringerte sich im Geschäftsjahr 2018 um 119,1 Millionen Euro auf 13.414,3 Millionen Euro (Vorjahr: 13.533,4 Millionen Euro).

Das Geschäftsvolumen der ILB, in dem zusätzlich zum bilanziellen Bestandsgeschäft die Eventualverbindlichkeiten, die anderen Verpflichtungen, die Verwaltungskredite sowie die Verwaltungsbürgschaften enthalten sind, betrug zum Ende des Geschäftsjahres 2018 14.267,6 Millionen Euro (Vorjahr: 14.619,2 Millionen Euro). Das Geschäftsvolumen des Konzerns belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 14.274,5 Millionen Euro (Vorjahr: 14.626,0 Millionen Euro).

Die Forderungen der ILB an Kreditinstitute sind um 6,9 Prozent auf 2.507,0 Millionen Euro (Vorjahr: 2.345,4 Millionen Euro) gestiegen. Die Veränderungen sind im Wesentlichen auf die erhöhte Kreditvergabe von inländischen Schuldscheindarlehen in Höhe von 100,0 Millionen Euro und die Erhöhung der Ausgabe von Tages- und Termingeldern um 70,0 Millionen Euro zurückzuführen. Demgegenüber reduzierten sich die zweckgebundenen Kredite infolge von Tilgungen um 28,4 Millionen Euro.

Die Kundenforderungen der ILB sind um 39,5 Millionen Euro auf 4.914,5 Millionen Euro (Vorjahr: 4.954,0 Millionen Euro) leicht zurückgegangen. Maßgeblich hierfür waren insbesondere rund 124,0 Millionen Euro Tilgungen im Kreditgeschäft durch das Landeswohnungsbauvermögen. Demgegenüber wuchs das kommunale Kreditgeschäft. Das Kreditgeschäft durch die Vergabe von Schuldscheindarlehen und Namenspapieren verringerte sich um 88,7 Millionen Euro.

Treuhandkredite sind aufgrund plan- und außerplanmäßiger Tilgungen um 120,8 Millionen Euro auf 2.135,5 Millionen Euro gesunken.

Der Bestand an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren der ILB in Höhe von 3.225,8 Millionen Euro lag zum 31. Dezember 2018 um 19,5 Millionen Euro unter dem Niveau des Vorjahres.

Die Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere beinhalten ausschließlich die Anteile für den im Jahr 2014 bei der Union Investment Institutional GmbH aufgelegten Spezialfonds, der als Rentenfonds in europäische Unternehmensanleihen investiert.

Auch die Finanzlage des Konzerns wird nahezu ausschließlich durch die ILB bestimmt.

Die kurzfristige Mittelaufnahme im Geschäftsjahr 2018 erfolgte schwerpunktmäßig über Wertpapierpensionsgeschäfte und Tages- und Termingeldgeschäfte mit überwiegend inländischen Kreditinstituten. Offenmarktgeschäfte mit der Deutschen Bundesbank bestanden in gleicher Höhe wie in 2017.

Langfristige Refinanzierungen erfolgten in erster Linie durch Schuldscheindarlehensaufnahmen bei inländischen Kreditinstituten und Globaldarlehen von der Europäischen Investitionsbank (EIB), der KfW-Bankengruppe, der Landwirtschaftlichen Rentenbank, der Council of Europe Development Bank sowie durch Platzierung von Schuldscheinen bei inländischen Versicherungen.

Zur Liquiditätsbeschaffung wurden im Berichtsjahr, außer den Aktivitäten auf dem Geldmarkt, Mittelaufnahmen durch Emissionen von Inhaberschuldverschreibungen in Höhe von 100,0 Millionen Euro durchgeführt.

Die Liquidität des Konzerns, die im Wesentlichen durch die ILB bestimmt wird, war jederzeit gesichert. Die Bank verfügte zum Jahresende 2018 über 321,1 Millionen Euro offene, noch nicht abgerufene Kreditzusagen anderer Förderbanken.

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB. wurde auf 437,4 Millionen Euro aufgestockt. Davon entfielen 368,0 Millionen Euro auf Fondsmittel, die dem haftenden harten Kernkapital zugerechnet werden.

Das Eigenkapital der ILB inklusive des Fonds für allgemeine Bankrisiken betrug zum 31. Dezember 2018 664,9 Millionen Euro (Vorjahr: 614,6 Millionen Euro). Das Konzerneigenkapital, inklusive des Fonds für allgemeine Bankrisiken, belief sich auf 666,2 Millionen Euro (Vorjahr: 615,8 Millionen Euro). Die Erhöhung beruht im Wesentlichen auf Zuführungen zu dem Fonds für allgemeine Bankrisiken und zu den Gewinnrücklagen.

Aufgrund der Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 12. Juli 2018 zur Verwendung des Gewinns aus dem Geschäftsjahr 2017 wurden 6,0 Millionen Euro Dividende an die Anteilseigner ausgezahlt. Ferner wurden der Gewinnrücklage 5,0 Millionen Euro und dem Gewinnvortrag 0,2 Millionen Euro zugewiesen.

Stand: 26.06.2019