Der Konzern war 2017, wie in den Vorjahren, zu 99,9 Prozent seiner Bilanzsumme durch die ILB geprägt. Mit einer Konzernbilanzsumme in Höhe von 13.540,1 Millionen Euro wurde 2017 erneut ein gutes Resultat erzielt.

Die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Bank und des Konzerns sind zufriedenstellend und stabil.

Der Jahresüberschuss der ILB betrug im Jahr 2017 11,4 Millionen Euro (Vorjahr: 11,6 Millionen Euro) und belief sich im Konzern auf 8,6 Millionen Euro (Vorjahr: 11,3 Millionen Euro). Der Rückgang des Konzernjahresüberschusses ist im Wesentlichen, neben dem Verlust bei der Konzerntochter ILB Beteiligungsgesellschaft mbH in Höhe von 0,4 Millionen Euro, auch auf die Beendigung der Investorenvereinbarung der Konzerntochter BC Venture GmbH zurückzuführen. Im Geschäftsjahr erfolgte hier eine Erfolgsbeteiligung an konzernfremde Investoren in Höhe von 0,8 Millionen Euro. Weiterhin belastete der Erwerb der restlichen Anteile an der Konzerntochter BC Brandenburg Capital GmbH durch die ILB das Konzernergebnis mit 0,9 Millionen Euro.

Die Ertragslage des Konzerns wird wesentlich durch die Ergebnisse der ILB geprägt.

Maßgröße für den finanziellen Erfolg der ILB stellt das Ergebnis vor Risikovorsorge und Reservebildung dar. Mit einem Betrag in Höhe von 44,4 Millionen Euro erzielte die ILB in 2017 ein gutes Ergebnis vor Risikovorsorge und Reservebildung, das auf dem Vorjahresniveau (44,8 Millionen Euro) lag.

Der Zinsüberschuss lag mit 61,2 Millionen Euro (Vorjahr: 58,2 Millionen Euro) über dem Niveau des Vorjahres. Damit konnte trotz weiterhin anhaltendem Niedrigzinsniveau das Zinsergebnis weiter ausgebaut werden. Den wesentlichen Beitrag lieferte dabei die Teilnahme der ILB an den gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäften der EZB. Die Erträge aus dem zinstragenden Fördergeschäft sowie dem Treasury-Ergebnis entwickelten sich stabil.

Der Provisionsüberschuss in Höhe von 44,9 Millionen Euro (Vorjahr: 45,6 Millionen Euro) resultiert im Wesentlichen aus Entgelten für die Geschäftsbesorgung von Förderprogrammen. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die planmäßigen rückläufigen Erträge aus den Treuhandkrediten zurückzuführen.

Der Personalaufwand der ILB in 2017 betrug 41,3 Millionen Euro (Vorjahr: 38,6 Millionen Euro).

Die anderen Verwaltungsaufwendungen einschließlich der Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen betrugen 23,2 Millionen Euro (Vorjahr: 23,1 Millionen Euro). Damit verblieben diese Aufwendungen auf dem Niveau des Vorjahres.

Die Sachaufwendungen beliefen sich auf 18,5 Millionen Euro und lagen damit unter dem Niveau des Vorjahreswertes von 20,7 Millionen Euro.

Die Risikolage des Konzerns wird wesentlich durch die ILB geprägt. Für die erkennbaren Risiken im Kreditgeschäft wurden, unter Berücksichtigung bestehender Sicherheiten, Einzelwertberichtigungen gebildet. Sie haben ein stabiles und niedriges Niveau und spiegeln die konservative Risikokultur der ILB wider. Der Entwicklung des latenten Kreditrisikos wurde durch entsprechende Bildung von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Der ILB-Förderfonds wurde 2017 mit 5,0 Millionen Euro dotiert. Somit sind seit 2006 dem ILB-Förderfonds 90,0 Millionen Euro aus erwirtschafteten Erträgen für Förderleistungen im Rahmen der ILB-Produktfamilie „Brandenburg-Kredit“ zugeführt worden.

Aus dem laufenden Jahresergebnis erfolgte eine weitere Dotierung des Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von 60,2 Millionen Euro (Vorjahr: 33,7 Millionen Euro). Hierin enthalten ist eine Umwidmung in Höhe von 23,7 Millionen Euro aus den Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB in den Fonds für allgemeine Bankrisiken.

Die den Konzern mit 99,9 Prozent prägende Bilanzsumme der ILB erhöhte sich im Geschäftsjahr 2017 um 215,2 Millionen Euro auf 13.533,4 Millionen Euro (Vorjahr: 13.318,2 Millionen Euro).

Das Geschäftsvolumen der ILB, in dem zusätzlich zum bilanziellen Bestandsgeschäft die Eventualverbindlichkeiten, die Verwaltungskredite sowie die Verwaltungsbürgschaften enthalten sind, betrug zum Ende des Geschäftsjahres 2017 13.751,4 Millionen Euro (Vorjahr: 13.545,8 Millionen Euro). Das Geschäftsvolumen des Konzerns belief sich zum 31. Dezember 2017 auf 13.758,1 Millionen Euro (Vorjahr: 13.559,9 Millionen Euro).

Die Forderungen der ILB an Kreditinstitute sind um 5,8 Prozent auf 2.345,4 Millionen Euro (Vorjahr: 2.217,7 Millionen Euro) gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Ausreichungen von 25,5 Millionen Euro im Rahmen der „Brandenburg-Kredite Mittelstand“ sowie auf die Durchleitung von KfW-Krediten als Leitinstitut für die Sparkassen in Brandenburg zurückzuführen. Darüber hinaus wurde die Kreditvergabe über inländische Schuldscheindarlehen um 85,0 Millionen Euro erhöht.

Die Kundenforderungen der ILB sind um 55,2 Millionen Euro auf 4.954,0 Millionen Euro (Vorjahr: 5.009,2 Millionen Euro) leicht zurückgegangen. Maßgeblich hierfür waren insbesondere rund 253,0 Millionen Euro Tilgungen im Kreditgeschäft durch das Landeswohnungsbauvermögen. Demgegenüber wuchsen das Kommunale Kreditgeschäft und die Kreditvergabe zur Wohnungsbauförderung. Das Kreditgeschäft durch die Vergabe von Schuldscheindarlehen und Namenspapieren wurde auf dem Niveau des Vorjahres beibehalten.

Treuhandkredite sind aufgrund plan- und außerplanmäßiger Tilgungen sowie infolge der Beendigung der Geschäftsbesorgung zur treuhänderischen Wertpapieranlage um 344,4 Millionen Euro auf 2.256,3 Millionen Euro gesunken.

Der Bestand an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren der ILB in Höhe von 3.245,3 Millionen Euro lag zum 31. Dezember 2017 um 170,1 Millionen Euro über dem Niveau des Vorjahres.

Die Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere beinhalten ausschließlich die Anteile für den im Jahr 2014 bei der Union Investment Institutional GmbH aufgelegten Spezialfonds, der als Mischfonds in europäische Unternehmensanleihen investiert und im Berichtsjahr um 30,0 Millionen Euro aufgestockt wurde.

Auch die Finanzlage des Konzerns wird nahezu ausschließlich durch die ILB bestimmt.

Die kurzfristige Mittelaufnahme im Geschäftsjahr 2017 erfolgte schwerpunktmäßig über Wertpapierpensionsgeschäfte und Tages- und Termingeldgeschäfte mit überwiegend inländischen Kreditinstituten. Darüber hinaus wurden auch Mittel durch Offenmarktgeschäfte mit der Deutschen Bundesbank aufgenommen.

Langfristige Refinanzierungen erfolgten in erster Linie durch Schuldscheindarlehensaufnahmen bei inländischen Kreditinstituten und Globaldarlehen von der Europäischen Investitionsbank (EIB), der KfW-Bankengruppe, der Landwirtschaftlichen Rentenbank, der Council of Europe Development Bank sowie durch Platzierung von Schuldscheinen bei inländischen Versicherungen.

Die Liquidität des Konzerns, die im Wesentlichen durch die ILB bestimmt wird, war jederzeit gesichert. Die Bank verfügte zum Jahresende 2017 über 340,2 Millionen Euro offene, noch nicht abgerufene Kreditzusagen anderer Förderbanken.

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB wurde auf 392,4 Millionen Euro aufgestockt. Davon entfielen 337,7 Millionen Euro auf Fondsmittel, die dem haftenden harten Kernkapital zugerechnet werden.

Das Eigenkapital der ILB inklusive des Fonds für allgemeine Bankrisiken betrug zum 31. Dezember 2017 614,6 Millionen Euro (Vorjahr: 549,0 Millionen Euro). Das Konzerneigenkapital belief sich auf 615,8 Millionen Euro (Vorjahr: 553,5 Millionen Euro). Die Erhöhung beruht im Wesentlichen auf Zuführungen zu dem Fonds für allgemeine Bankrisiken und zu den Gewinnrücklagen.

Aufgrund der Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 1. Juni 2017 zur Verwendung des Gewinns aus dem Geschäftsjahr 2016 wurden 6,0 Millionen Euro Dividende an die Anteilseigner ausgezahlt. Ferner wurden der Gewinnrücklage 5,0 Millionen Euro und dem Gewinnvortrag 0,1 Millionen Euro zugewiesen.