Die ILB fördert Projekte von Kommunen, kommunalen Zweckverbänden und kommunalen Unternehmen sowie von sozialen, wissenschaftlichen, schulischen und kulturellen Einrich­tungen. Auftraggeber sind die Minis­terien für Wirtschaft und Energie, für Bildung, Jugend und Sport, für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft, des Innern und für Kom­munales, für Wissenschaft, Forschung und Kultur, der Finanzen, für Infrastruktur und Landesplanung sowie der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg. Ergänzend zu den Förderrichtlinien bietet die Bank eigene Produkte an.

Das Förderfeld Infrastruktur richtet sich inhaltlich an den Prioritätsachsen – d. h. den thematischen Schwer­punk­ten – des EFRE, der EPLR des ELER und weiterer Bundes- und Landesprogramme im Bereich der Infrastruktur aus.

Die ILB fördert den Ausbau moderner und wettbewerbsfähiger kommunaler Infrastrukturen von der Entwicklung hoch technisierter Gewerbegebiete über die Forschungsinfrastruktur bis hin zum landesweiten Ausbau ultra­schneller Breitbandverbindungen

Ergebnisse der Förderung

Im Förderfeld Infrastruktur sagte die ILB im Jahr 2018 insgesamt 673,6 Millionen Euro für 753 Vorhaben zu und konnte damit die Anzahl der geförderten Vorhaben gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppeln. 324,8 Millionen Euro wurden dabei im Rahmen der Geschäftsbesorgung bewilligt, 348,7 Millionen Euro und damit 20 Prozent mehr als im Vorjahr entfielen auf ILB-Produkte.

In der Programmgruppe Infrastruktur konnte die ILB ein Fördervolumen von 504,6 Millionen Euro verzeichnen. 193,9 Millionen Euro der Mittel wurden dabei im Auftrag des Landes vergeben. Das volumenstärkste Programm war die Richtlinie „Gemeinschaftsaufgabe Ausbau der wirtschaftsnahen kommunalen Infrastruktur (GRW-I)“. Hier konnte die ILB mit 95,4 Millionen Euro ein Vielfaches gegenüber dem Vorjahr bewilligen. Die Fördermittel werden 50 Projekten zugutekommen und Investitionen von 123,9 Millionen Euro auslösen.

Ebenfalls stark nachgefragt war die Richtlinie „Kommunales Infrastrukturprogramm (KIP) – Feuerwehrinfrastruktur“. Hier werden Investitionen in den Bau und den Erhalt von Feuer­wehrhäusern gefördert. Mit insgesamt 24,8 Millionen Euro konnten 74 Baumaßnahmen und damit mehr als das Vierfache im Vergleich zum Vorjahr gefördert werden.

Das Zusagevolumen bei den ILB-Pro­dukten in dieser Programmgruppe entwickelte sich mit einem Anstieg um 27 Prozent auf 310,6 Millionen Euro sehr erfreulich. Den größten Anteil daran hatten mit 191,6 Millionen Euro die klassischen Kommunalkredite, gefolgt von Infrastrukturfinanzierungen mit 81,2 Millionen Euro.

In der Umweltförderung sagte die ILB im Auftrag des Landes mit 52,2 Mil­lionen Euro mehr als das Doppelte des Vorjahres zu. Den größten Anteil an diesem guten Ergebnis hat die Richtlinie „Landschaftswasserhaushalt naturnahe Gewässerentwicklung (ELER 2014–2020)“ mit einem gegenüber dem Vorjahr deutlich angestie­genen Fördervolumen von 12,5 Millionen Euro. Das Programm fördert unter anderem die umweltverträgliche Bewirtschaftung von Wasserressourcen und die Verbesserung der Gewässerqualität.

Ebenfalls stark nachgefragt wurde die Richtlinie „Natürliches Erbe und Umweltbewusstsein (ELER 2014–2020)“. Hier stieg das Zusagevolumen im Vergleich zum Vorjahr um 73 Prozent auf 8,3 Millionen Euro. Der Anteil der geförderten Vorhaben versechsfachte sich. Die Richtlinie fördert Maßnahmen zur Sicherung und Entwicklung der biologischen Vielfalt.

Zur Förderung von Bildung, Jugend und Sport bewilligte die ILB im Rahmen der Geschäftsbesorgung insgesamt 55,7 Millionen Euro, 50 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Den größten Anteil daran hatte die Richtlinie „Kommunales Infrastrukturprogramm (KIP) – Schulinfrastruktur“. Hier werden Investitionen in den Bau und die Ausstattung von Schulen gefördert. Im Jahr 2018 erreichte das Zusagevolumen 38,1 Millionen Euro. Durch die Förde­rung von 34 Vorhaben wurden Investitionen von insgesamt 93,3 Millionen Euro angeschoben.

Aber auch die Richtlinien zur Kinderbetreuungsfinanzierung von Bund und Land wurden stark nachgefragt. Mit insgesamt 17,6 Millionen Euro wurden 166 Vorhaben gefördert. Ziel der Programme ist die Schaffung von bedarfsgerechten und qualitativ hochwertigen Betreuungsplätzen für Kinder ab der Geburt bis zum Grundschulalter.

Mit den ILB-Produkten zur Förderung des Bereiches Soziales und Gesundheit unterstützte die Bank den Ausbau einer modernen sozialen Infrastruktur. Das Zusagevolumen erreichte 34,5 Millionen Euro. Hervorzuheben ist hier der „Brandenburg-Kredit Pflege“ mit einem Volumen von 6,2 Mil­lionen Euro. Über dieses Programm unterstützt die ILB Investitionen in eine moderne Pflege-Infrastruktur. Damit leistete die ILB auch im Jahr 2018 einen Beitrag zur Bewältigung der Aufgaben angesichts des demografischen Wandels und der höheren Anforderungen im Pflegebereich.

Bei der Förderung von Wissenschaft, Forschung und Kultur bewilligte die ILB im Auftrag des Landes 22,9 Millionen Euro. 15,0 Millionen Euro davon entfielen auf das Programm „Forschungsinfrastruktur“, über das die Wettbewerbsfähigkeit der Wissenschaftseinrichtungen in Brandenburg gestärkt werden soll. Mit den Geldern werden 44 Projekte und damit deutlich mehr als im Vorjahr gefördert.

Im Durchleitungsgeschäft von KfW-Krediten für die Sparkassen in Brandenburg zur Finanzierung von Infrastrukturprojekten konnte die ILB das Zusagevolumen auf 3,6 Millionen Euro verdoppeln.

„Gute Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder gleichen soziale Nachteile aus, fördern Talente und bereiten den Boden für den erfolgreichen Start ins Berufsleben. Im Jahr 2018 wurden durch die ILB 166 Investitionen in Betreuungsplätze ge­fördert.“

Tillmann Stenger
Vorsitzender des Vorstandes der ILB

Stand: 26.06.2019