Die ILB fördert Beschäftigungs-, Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sowie Sozialpartnerschaften. Auftraggeber sind das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie sowie das Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg. Im Förderfeld Arbeit bietet die Bank keine eigenen Produkte an.

Leitend für die inhaltliche Ausrichtung des Förderfeldes Arbeit sind die Prioritätenachsen, d. h. die thematischen Schwerpunkte, des Operationellen Programmes (OP) des Landes Brandenburg für den ESF in der Förderperiode 2014–2020. Dazu zählen die Förderung nachhaltiger und hochwertiger Beschäftigung und Unterstützung der Mobilität der Arbeitskräfte, die Förderung der sozialen Inklusion und Bekämpfung von Armut und jeglicher Diskriminierung, die Investitionen in Bildung, Ausbildung, Berufsbildung für Kompetenzen und lebenslanges Lernen sowie die Förderung sozialer Innovationen.

Die positive Entwicklung des Arbeitsmarktes in Brandenburg hält weiter an. Die Arbeitslosenquote erreichte im Jahr 2017 mit 7 Prozent den niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung. Angesichts von 20.000 offenen Stellen sind jedoch weitere Anstrengungen zur Sicherung des Fachkräftebedarfs notwendig. Vor diesem Hintergrund stehen im Mittelpunkt der Förderung der ILB die weitere Stärkung des regionalen Arbeitsmarktes sowie die gezielte Qualifizierung der Arbeitnehmer.

Ergebnisse der Förderung

Im Förderfeld Arbeit sagte die ILB im Jahr 2017 insgesamt 66,6 Millionen Euro für 1.443 Vorhaben und damit mehr als das Doppelte des Vorjahres zu. Das Zusagevolumen von nachhaltiger Beschäftigung und Flexibilität erhöhte sich deutlich von 12.000 Euro im Vorjahr auf 5,5 Millionen Euro im Jahr 2017. Grund ist die Einführung der Richtlinie „Kultur- und Kreativwirtschaft“. Mit den Mitteln aus diesem Programm konnte die ILB bereits im ersten Jahr 13 Projekte mit insgesamt 3,8 Millionen Euro unterstützen.

Über die Programme für Bildung, Berufsorientierung und -einstieg konnte die ILB das Fördervolumen von 17,1 Millionen Euro im Vorjahr auf 35,9 Millionen Euro in 2017 erhöhen. Hierbei bewilligte die ILB allein über das Programm „Initiative Sekundarstufe 1“ 10,3 Millionen Euro für Projekte zur Verbesserung der schulischen Leistungen und sozialen Kompetenzen von Schülern der Klassen 7–10.

Insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels leistet die berufliche Ausbildung junger Menschen einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung. Entsprechend hoch bleibt die Nachfrage nach Fördermitteln der Richtlinie „Qualifizierte Ausbildung im Verbundsystem“. Hier verzeichnete die ILB eine Steigerung des Fördervolumens um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit den zugesagten Mitteln von insgesamt 6,8 Millionen Euro wurden im Jahr 2017 insgesamt 335 Maßnahmen zur Verbesserung der dualen Ausbildung von Jugendlichen gefördert.

Im Rahmen der Förderung des lebenslangen Lernens konnte die ILB das Zusagevolumen im Jahr 2017 auf 7,9 Millionen Euro und damit um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erhöhen. Maßgeblich dazu beigetragen hat die „Weiterbildungsrichtlinie“, die erneut stark nachgefragt wurde. Über dieses Programm erhielten Brandenburger Beschäftigte, kleine und mittlere Unternehmen, Vereine sowie Träger der Kinder- und Jugendhilfe Förderzusagen in Höhe von insgesamt 5,1 Millionen Euro zur Realisierung von 805 Maßnahmen.

Für Teilhabe und soziale Integration bewilligte die ILB im Jahr 2017 insgesamt 16,4 Millionen Euro, mehr als das Vierfache des Vorjahres. Hauptgrund hierfür war das Programm „Integrationsbegleitung für Langzeitarbeitslose und Familienbedarfsgemeinschaften“ mit einem Zusagevolumen von 9,0 Millionen Euro. Die Gelder fließen in 19 Projekte, in denen die Teilnehmer schrittweise an Bildung und Erwerbstätigkeit herangeführt oder deren soziale Situation verbessert wird.

Zur Förderung von Sozialpartnerschaften sagte die ILB rund 900.000 Euro zur Verbesserung der Arbeitsqualität und Unternehmenskultur sowie zur Modernisierung der Arbeitsorganisation und damit zur Stärkung der Sozialpartnerschaft zu.

 

„Brandenburg braucht Fachkräfte. Mit Fördermitteln von fast 50 Millionen Euro leistete die ILB auch in 2017 einen wichtigen Beitrag für Bildung, Berufsorientierung und Qualifikation im beruflichen Sektor“

Kerstin Jöntgen
Mitglied des Vorstandes der ILB