Die ILB fördert Beschäftigungs-, Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sowie Sozialpartnerschaften. Auftraggeber sind die Ministerien für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, für Wissenschaft, For­schung und Kultur, der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz, für Bildung, Jugend und Sport, für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft sowie für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg. Im Förderfeld Arbeit bietet die Bank keine eigenen Produkte an.

Das Förderfeld Arbeit richtet sich inhaltlich an den Prioritätsachsen – d. h. den thematischen Schwerpunkten – des Operationellen Programmes (OP) des Landes Brandenburg für den ESF in der Förderperiode 2014–2020 aus. Dazu zählen die Förderung nachhal­tiger und hochwertiger Beschäftigung und Unterstützung der Mobilität der Arbeitskräfte, die Förderung der sozia­len Inklusion und die Bekämpfung von Armut und jeglicher Diskriminierung, die Investitionen in Bildung, Ausbildung, Berufsbildung für Kompetenzen und lebenslanges Lernen sowie die Förderung sozialer Innovationen.

Die positive Entwicklung des Arbeitsmarktes in Brandenburg hält weiter an. Die Arbeitslosenquote sank im Dezember 2018 auf 5,9 Prozent und damit auf einen neuen Niedrigrekord. Im Jahresdurchschnitt waren 83.750 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind rund 8.900 weniger als im Jahr 2017.

Eine Folge der positiven Wirtschaftsentwicklung ist u.a. ein anhaltender Fach- und Arbeitskräftemangel in Branden­burg. Vor diesem Hintergrund stehen die Stärkung des regionalen Arbeits­marktes sowie gezielte Qualifizierungsmaßnahmen weiterhin im Mittelpunkt der Förderung der ILB.

Ergebnisse der Förderung

Im Förderfeld Arbeit sagte die ILB im Jahr 2018 insgesamt 73,6 Millionen Euro für 1.787 Vorhaben zu und konnte damit die Anzahl der geförderten Vorhaben gegenüber dem Vorjahr um rund ein Viertel steigern. Von den ge­förderten Maßnahmen werden rund 38.000 Personen profitieren.

Nach der bereits sehr guten Entwicklung im Laufe des Vorjahres erhöhte sich das Zusagevolumen von nachhaltiger Beschäftigung und Flexibilität im Jahr 2018 nochmals deutlich auf 19,3 Millionen Euro. Ursächlich hier­für ist die Einführung der Folgerichtlinie „Qualifizierungs- und Coachingmaßnahmen bei Existenzgründungen 2018–2020“. Allein mit den Mitteln aus diesem Programm konnten 30 Vorhaben mit insgesamt 18,0 Millionen Euro unterstützt werden.

Über die Programme für Bildung, Berufsorientierung und -einstieg konnte die ILB ein Fördervolumen von 32,3 Millionen Euro binden. Die damit realisierten Maßnahmen werden rund 26.900 Menschen zugutekommen. Besonders hervorzuheben sind hier die volumenstärksten Programme „Einstiegszeit“ sowie „Wissenschaft und Forschung“. Im Rahmen von „Einstiegszeit“ wird die Vermittlung junger Absolventen direkt nach der Berufsausbildung oder dem Studium in die Wirtschaft gefördert. Über „Wissenschaft und Forschung“ sollen die Anzahl hoch qualifizierter Fachkräfte gesteigert werden. Allein diese beiden Richtlinien deckten 14,5 Millionen Euro des Zusagevolumens ab.

Auch die Nachfrage nach dem Programm „Brandenburger Innovationsfachkräfte“ entwickelte sich erfreulich. Hier werden kleine und mittlere Unternehmen bei der Beschäftigung hoch qualifizierter Nachwuchskräfte unterstützt. Im Jahr 2018 verzeichnete die ILB eine Stei­ge­rung des Fördervolumens um 11 Prozent auf 2,5 Millionen Euro. Mit den Fördermitteln können 207 Projekte realisiert werden.

Das Zusagevolumen im Rahmen der Förderung des lebenslangen Lernens erreichte im Jahr 2018 3,6 Millionen Euro. Erneut maßgeblich für dieses Ergebnis war die „Weiterbildungsricht­linie“, die wie in den Jahren zuvor stark nachgefragt wurde. Über dieses Programm erhielten Brandenburger Beschäftigte, kleine und mittlere Unternehmen, Vereine sowie Träger der Kinder- und Jugendhilfe Förderzusagen zur Realisierung von 1.114 Maßnahmen – das sind 37 Prozent mehr als im Vorjahr.

Für Teilhabe und soziale Integration konnte die ILB das Zusagevolumen im Jahr 2018 um 12 Prozent auf 18,3 Millionen Euro steigern. Mehr als die Hälfte der Mittel wurde dabei über die Richtlinie „Integrationsbegleitung für Langzeitarbeitslose und Familienbedarfsgemeinschaften“ bewilligt. Über dieses Programm sollen die Teilnehmer von 19 Projekten schrittweise an Bildung und Erwerbstätigkeit herangeführt sowie deren soziale Situation verbessert werden.

Besonders hervorzuheben ist auch das Programm „Vielfalt als Chance – Ar­beitsmarktintegration von Geflüchteten in Gebieten des Stadt-Umland-Wettbewerbs“ (ESF-SUW). Hier sagte die ILB insgesamt 5,1 Millionen Euro zu.

„Brandenburg braucht qualifizierte Arbeitskräfte. Mit Förderzusagen für rund 74 Millionen Euro leistete die ILB im Auf­trag des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie auch in 2018 einen wichtigen Beitrag für Bil­dung, Qualifikation, Berufs­orientierung und lebenslanges Lernen.“

Kerstin Jöntgen
Mitglied des Vorstandes der ILB

Stand: 26.06.2019