Die ILB fördert Beschäftigungs-, Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sowie Sozialpartnerschaften.

Auftraggeber der Landesförderprogramme waren die Ministerien* für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, für Wissenschaft, Forschung und Kultur, der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz, für Bildung, Jugend und Sport, für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft sowie für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg. Im Förderfeld Arbeit bietet die Bank keine eigenen Förderprogramme an.

Das Förderfeld Arbeit richtet sich inhaltlich an den Prioritätsachsen – d. h. den thematischen Schwerpunkten – des Operationellen Programmes (OP) des Landes Brandenburg für den ESF in der Förderperiode 2014 – 2020 aus. Dazu zählen die Förderung nachhaltiger und hochwertiger Beschäftigung und Unterstützung der Mobilität der Arbeitskräfte, die Förderung der sozialen Inklusion und Bekämpfung von Armut und jeglicher Diskriminierung, die Investitionen in Bildung, Ausbildung, Berufsbildung für Kompetenzen und lebenslanges Lernen sowie die Förderung sozialer Innovationen.

Ergebnisse der Förderung

Im Förderfeld Arbeit sagte die ILB im Jahr 2019 mehr als 60 Millionen Euro für 1.594 Vorhaben zu. Den größten Anteil am Fördervolumen hatte die Richtlinie „Initiative Sekundarstufe I“. Hier wurden zwei Regionalpartner mit insgesamt 11 Millionen Euro zur Umsetzung von Schulprojekten gefördert. Die höchste Anzahl an Zusagen wies die „Weiterbildungsrichtlinie“ mit 1.009 geförderten Maßnahmen auf. Insgesamt werden die im Förderfeld Arbeit unterstützten Maßnahmen mehr als 33.000 Menschen in Brandenburg zugutekommen.

Die Förderung von nachhaltiger Beschäftigung und Flexibilität erreichte 10 Millionen Euro. Maßgeblich war hier das Landesförderprogramm „Qualifizierungs- und Coachingmaßnahmen bei Existenzgründungen“ Zusagen von mehr als 7 Millionen Euro.

Über die Landesförderprogramme für Bildung, Berufsorientierung und –einstieg konnte die ILB ein Fördervolumen von 41 Millionen Euro erzielen und damit das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 28 Prozent steigern. Von den damit realisierten Maßnahmen werden mehr als 28.000 Personen profitieren.

Besonders hervorzuheben sind neben dem bereits genannten Programm „Initiative Sekundarstufe I“ die Richtlinien zur Förderung von Ausbildungen im Verbundsystem. Über diese Programme sagte die ILB insgesamt rund 8 Millionen Euro zu und verzeichnete damit eine erfreuliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Die Förderung wird mehr als 20.000 Jugendlichen eine qualifizierte Ausbildung in Brandenburg ermöglichen. Kann ein Betrieb die Inhalte einer Ausbildung nicht vollumfänglich selbst abdecken, werden über die Programme Maßnahmen gefördert, bei denen sogenannte Verbundpartner die erforderlichen Ausbildungslücken schließen.

Das Zusagevolumen zur Förderung des lebenslangen Lernens stieg im Jahr 2019 auf 6 Millionen Euro und damit um 56 Prozent. Wie in den Jahren zuvor wurde die eingangs erwähnte „Weiterbildungsrichtlinie“ erneut stark nachgefragt. Hier sagte die ILB 5 Millionen Euro zu, 52 Prozent mehr als im Vorjahr. Über dieses Programm erhalten Brandenburger Beschäftigte, kleine und mittlere Unternehmen, Vereine sowie Träger der Kinder- und Jugendhilfe Förderzusagen für insgesamt mehr als 4.500 Menschen.

Bei der Förderung der Teilhabe und sozialen Integration erreichte das Zusagevolumen 3 Millionen Euro. Rund die Hälfte der Mittel fließt in die Förderung von Deutschkursen für Flüchtlinge.

„Eine gut ausgebildete Jugend, Qualifizierungen in allen Phasen des Erwerbslebens und Integration sind der Schlüssel für den wirtschaftlichen Erfolg Brandenburgs. Die ILB bewilligte im Auftrag des Landes mehr als 60 Millionen Euro für Maßnahmen im Förderfeld Arbeit.“

Kerstin Jöntgen
Mitglied des Vorstandes der ILB

Stand: 28.05.2020