Im Inneren eines Fahrradladens.©Nomad_Soul_AdobeStock_272076194

ERP statt Excel

Das Radhaus Zweirad Vertriebs- und Service GmbH

www.das-radhaus.de/filiale-berlin-potsdam

Die Radhaus Zweirad Vertriebs- und Service GmbH, kurz DAS RADHAUS, ist als Filialsystem konzipiert. Aktuell kann man in Werder, Potsdam und in verschiedenen Stadtteilen Berlins „ins Radhaus“ gehen. Die stationären Filialen inkl. ihrer Fahrradwerkstätten werden durch einen Online-Shop ergänzt. Nicht nur Privatpersonen aller Altersgruppen, auch Behörden zählen zur Kundschaft.

Die Last mit den Listen

Bisher nutzte DAS RADHAUS noch eine 25 Jahre alte Warenwirtschafts-Software. Sie erhielt zwar einige Updates, blieb im Kern aber ausgerichtet auf den stationären Betrieb mit nur einem einzigen Verkaufspunkt. Sie musste daher an jedem Standort einzeln aufgesetzt werden. Einen gemeinsamen Datenpool gab es nicht. Vieles lief ersatzweise über manuell erstellte Excel-Listen, die zwischen den Filialen hin- und hergeschickt wurden.

Zudem bot die Warenwirtschafts-Software keine Schnittstelle zur Software „Datev“ der Buchhaltung. Einkaufspreise, Kennzahlen und andere Daten mussten ebenfalls manuell von einem in das jeweils andere System übertragen werden. Das alles forderte erhebliche Personalressourcen.

Pläne für die Zukunft…

DAS RADHAUS beschloss, sich digital komplett neu aufzustellen. Einkauf, Verkauf, Buchhaltung und Controlling sollten künftig auf einer ERP-Plattform gemanagt werden. „ERP“ (Enterprise Resource Planning) ist ein Softwaresystem, das alle zentralen Geschäftsprozesse abdecken kann.

In der Folge können auch die betrieblichen Abläufe neu strukturiert werden. Die Filialen sollen sich ausschließlich dem direkten Kundenkontakt widmen, also dem Warenverkauf und der Reparatur von Zweirädern. Aufgabenbereiche wie Kommunikation, Leasing und alle Verwaltungstätigkeiten sollten von der Zentrale in Potsdam abgedeckt werden.

… erfolgreich auf den Weg gebracht

Heute arbeitet DAS RADHAUS dank der ERP-Software und der neuen Abläufe so effizient wie nie. Manuell erstellte Listen gehören der Vergangenheit an. Das ERP-System wertet Einkaufspreise, Lagerhaltung und Verkäufe automatisiert aus. Die deutlich verbesserte Datenlage ermöglicht der Zentrale einen schnellen Überblick über die Kennzahlen des Unternehmens und dadurch eine bessere Steuerung der Filialen.

Auf Dauer rechnet das Unternehmen mit einem Einsparpotenzial von jährlich rund 90.000 Euro an Personalkosten bei gleichzeitig deutlicher Optimierung des Geschäftsbetriebs.

Um das zu erreichen, waren allerdings erhebliche Investitionen erforderlich. DAS RADHAUS musste die Investitionen nicht allein stemmen. Über die ILB erhielt das Unternehmen rund 77.000 Euro zur Unterstützung. Dank dieser Förderung konnte das größte digitale Modernisierungsprojekt in der Geschichte des Unternehmens erfolgreich auf den Weg gebracht werden.