Entwicklung des Fördergeschäftes

Im Jahr 2021 sagte die ILB fast 2,9 Milliarden Euro Fördermittel zu. Die Fördermittel kamen 42.500 Projekten zugute. Ergebnis der Förderung: rund 14.800 neue oder gesicherte Arbeitsplätze, mehr als 2.100 moderne Wohneinheiten sowie Bildungs- und Teilhabemaßnahmen für rund 29.600 Menschen.

Verteilung der Förderzusagen

42.502 Förderzusagen

Zusagevolumen Geschäftsbesorgung (1.607.975 TEUR)
Zusagevolumen ILB-Förderung (1.264.365 TEUR)

Als Förderbank für das Land Brandenburg unterstützen wir die Landesregierung bei der Förderung öffentlicher und privater Investitionsvorhaben in den Bereichen Wirtschaft, Arbeit, Infrastruktur und Wohnungsbau. Unser Fördergeschäft basiert auf zwei Geschäftssäulen: den Landesförderprogrammen und den ILB-Förderprogrammen. Wir ergänzen die Landesförderung durch ILB-Förderprogramme mit Zinsvergünstigungen aus einem eigenen Förderfonds.

Sehr gute Ergebnisse im Jahr 2021

Im Jahr 2021 haben wir Fördermittel in Höhe von 2,87 Milliarden Euro und damit rund 600 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor zugesagt. Insgesamt 42.502 Vorhaben profitieren von der Förderung.

Erneut war die Bearbeitung der verschiedenen Corona-Sonderprogramme ein Schwerpunkt unserer Arbeit. Mit den Überbrückungshilfen über die November- und Dezemberhilfe bis zu den Neustarthilfen und dem ILB-Förderprogramm “Corona Mezzanine” haben wir die Brandenburger Unternehmen bei 37.996 Anträgen mit insgesamt rund 672 Millionen Euro bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Pandemiefolgen unterstützt.

Besonders hervorzuheben ist, dass uns dies ohne Einschränkungen unseres Kerngeschäfts gelungen ist. Ein besonderer Dank gilt daher unseren Mitarbeiter*innen, die diese Leistung mit hohem Engagement und auch in Samstagsarbeit vollbracht haben.

In unserem Kerngeschäft konnten wir für das Jahr 2021 ein starkes Ergebnis verzeichnen. Bereinigt um die Corona-Sonderprogramme sagten wir 2,2 Milliarden Euro für 4.506 Vorhaben zu. Ursächlich hierfür war die hohe Nachfrage im Bereich der gewerblichen Wirtschaftsförderung, der Innovations- und Technologie- sowie der Agrarförderung, die Förderung der wirtschaftsnahen und kommunalen Infrastruktur, des Mietwohnungsbaus sowie ein starkes Gründungsgeschehen.

Wir freuen uns über dieses gute Ergebnis. Es zeigt, dass es den Unternehmen in Brandenburg wieder zunehmend besser geht. Nicht nur die Zahlen in der Landesförderung, sondern auch die hohe Nachfrage nach unseren zinsverbilligten ILB-Förderprogrammen sind ein Indikator für die wieder gestiegene Investitionsbereitschaft in Brandenburg.

Mit den Fördermitteln wird zum Beispiel die Digitalisierung auf vielen Ebenen vorangetrieben, dem Fachkräftemangel entgegengewirkt, die Lebensqualität in unseren Kommunen verbessert und weiterer preisgebundener Wohnraum geschaffen.

Das Jahr 2022

Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die brandenburgische Wirtschaft und damit auf unsere Planung für 2022 sind derzeit noch nicht zu überblicken. Die ILB steht bereit, das Land Brandenburg und die Unternehmen bei der Bewältigung der Krise zu unterstützen.

Darüber hinaus engagieren sich unsere Beschäftigten für die Flüchtlinge aus der Ukraine. Eine der drängendsten Fragen ist die Bereitstellung von Wohnraum. Daher wollen wir unter anderem gemeinsam Wohnungen oder Gemeinschaftsräume für geflüchtete Menschen wohnfertig ausstatten, damit die Menschen gut versorgt werden und zur Ruhe kommen können.

Unser Fördergeschäft

Geplant ist, im Jahr 2022 in unserem Kerngeschäft, d.h. in den Förderbereichen Wirtschaft, Arbeit,
Infrastruktur und Wohnungsbau, ein Neuzusagevolumen von 1,5 Milliarden Euro zu erreichen. Die Bearbeitung der Corona-Sonderprogramme setzen wir fort. Wir konzentrieren uns auf die Bearbeitung der Anträge in den laufenden Programmen, um den Antragsteller*innen möglichst schnell die benötigten Fördermittel bereitzustellen.

Im Jahr 2021 startete die neue Förderperiode der Europäischen Union. Wir freuen uns, erneut die Umsetzung der wesentlichen Förderprogramme für das Land Brandenburg zu übernehmen. Wir sehen den Auftrag des Landes als Wertschätzung unseres stabilen Geschäftsmodells und unserer langjährigen Expertise im Fördergeschäft.

Bis 2027 stehen aus den EU-Fonds EFRE, INTERREG, ESF+ und JTF insgesamt rund 2,3 Milliarden Euro für Brandenburg zur Verfügung. Rund 2,1 Milliarden Euro dieses Volumens werden von der ILB bearbeitet.

Der JTF ist ein neues Element im Förderportfolio der EU. Die ersten Richtlinien aus dem “Fond für einen gerechten Übergang” (Just Transition Fund) sollen ab Anfang 2023 starten. Ziel ist, mit dem Fonds die negativen Auswirkungen der Energiewende abzumildern und einen ausgewogenen sozialen und wirtschaftlichen Übergang zu fördern. Der JTF ist in Brandenburg vor allem für die Lausitz und den dortigen Strukturwandel von Bedeutung. Das Land Brandenburg rechnet mit einer Zuweisung von voraussichtlich 786 Millionen Euro.

Das Jahr 2022 steht darüber hinaus im Fokus der Nachhaltigkeit. Um global nachhaltige Strukturen zu schaffen, haben sich die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen 17 Ziele, sogenannte Sustainable Development Goals (SDGs) bis 2030 gesetzt. Als Förderbank leisten wir einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung in Brandenburg. Um die Förderung bezüglich ihrer Nachhaltigkeit transparent darzustellen, haben wir die Zusagen des Jahres 2021 den entsprechenden SDGs zugeordnet. Im Wesentlichen waren das die SDGs

  • Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
  • Industrie, Innovation und Infrastruktur
  • Nachhaltige Städte und Gemeinden
  • Bezahlbare und saubere Energie
  • Hochwertige Bildung.

Teil unseres nachhaltigen Engagements ist unter anderem die geplante Emission eines Social Bonds am Kapitalmarkt, mit der das Engagement unserer Bank im sozialen Wohnungsbau gefördert werden soll. Social Bonds sind Finanzinstrumente, welche ausschließlich zur teilweisen oder vollständigen (Re-)Finanzierung sozialer Projekte verwendet werden. Mit der Emission von Social Bonds schafft die ILB die Möglichkeit für nachhaltig orientierte Kapitalmarkt-Investoren, sich an sozialen Investitionsvorhaben zu beteiligen.

Mit den Förderprogrammen des Landes und den ILB-Förderprogrammen werden wir künftig noch stärker einen Beitrag zur Erreichung der Pariser Klimaziele und der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen leisten.