Brandenburg mit Forschungs-Hotspot

Auf dem Gebiet der optischen Technologien gibt es im Bereich Forschung und Entwicklung insbesondere in der Region Potsdam-Teltow eine Konzentration von Instituten und wissenschaftlichen Einrichtungen mit international anerkannten Kompetenzen. Zu den Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem Laser- und Lichttechnik, Optik für Kommunikation, optische Messtechnik und biomedizinische Optik. Diese Themengebiete spiegeln sich in den Handlungsfeldern des Clusters „Optik und Photonik“ wider.

Clusterhandlungsfeld Laser- und Lichttechnik

Es gibt kaum einen Industriezweig, der nicht von der Lasertechnik profitiert. Laserquellen finden nicht nur in der Materialbearbeitung, in der Bio-, Medizin- und Umwelttechnologie oder in der Informations- und Kommunikationstechnik Anwendung. In DVD– und Blu-Ray-Playern, Entfernungsmessern oder auch als Fahrzeugscheinwerfer hat der Laser längst den Einzug in das tägliche Leben der Menschen gehalten.

Die Idee für den Laser stammt von keinem Geringeren als Albert Einstein. In seiner Berliner Zeit äußerte er im Jahr 1916 die Idee als „stimulierte Emission“ und „Lichtaussendung von festen Körpern“. In den Jahren darauf beschäftigte er sich weiter mit dem Thema. Die Lasertechnik aus der Hauptstadtregion ist seit jeher weltweit gefragt. Die 64 Brandenburger und Berliner Unternehmen für Laserprodukte erzielen deutlich mehr als die Hälfte ihres Umsatzes mit dem Export ihrer Produkte.

Die Lichttechnik befindet sich in einem Wandel. Seit der Erfindung der Halbleitertechnik weichen die klassischen Leuchtmittel wie Glühbirnen den LEDs, die eine hohe Energieeffizienz und eine lange Lebensdauer versprechen. Insgesamt 60 Unternehmen in der Hauptstadtregion beschäftigen sich mit der Erforschung, Entwicklung und Produktion von Lichttechnik.

Clusterhandlungsfeld Optik für Kommunikation und Sensorik

Die Trends der Zukunft sind vor allem auf eine schnelle und fehlerfreie Datenübertragung angewiesen. Experten prognostizieren einen Anstieg des weltweit übertragenen Datenvolumens um jährlich 30 bis 50 Prozent. Keine andere Technologie verspricht auch nur annähernd so viel Potenzial für die Sicherung der zukünftigen Datenübertragung wie das Licht.

Die Hauptstadtregion versammelt im Handlungsfeld Optik für Kommunikation und Sensorik neben jungen innovativen Unternehmen und Weltmarktführern auch international bedeutende Forschungsinstitute. Die hier konzentrierte Innovationskraft wird an Technologien wie der „Visible Light Communication“ deutlich, einer Datenübertragungstechnik, die handelsübliche LED-Lampen zur Raumbeleuchtung für die Übertragung von Daten nutzt.

Clusterfeld Optische Analytik

Die optische Analytik nutzt das Licht als universelles Werkzeug zur Messung unterschiedlichster Eigenschaften auf Gebieten wie der Biotechnologie, der Lebensmittelproduktion, der Biomedizin oder der Nanotechnologie. Brandenburg und Berlin bieten mit 22 öffentlichen und privaten Forschungseinrichtungen sowie einem innovativen Kern aus 55 Unternehmen beste Voraussetzungen für die Vernetzung von Wirtschaft und Forschung auch auf diesem Gebiet.

Clusterfeld Biomedizinische Optik und Augenoptik

Optische Technologien sind bereits heute ein unverzichtbarer Teil in der Biomedizin und damit der Gesundheitswirtschaft. Sie ermöglichen innovative Verfahren für Prävention, Diagnostik und Therapie. So gehört der Laser heute zum festen Bestandteil der minimal-invasiven Chirurgie.

Optische Verfahren zur telemedizinischen Prävention von etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen weisen den Weg in die zukünftige „personalisierte“ Medizin. Unternehmen und Institute arbeiten eng zusammen, um neue Verfahren und Produkte zu entwickeln und hochwertige Geräte und Bauteile für den wachsenden Markt bereitzustellen.

Die ILB begleitet die Entwicklung der optischen Technologien in der Gesundheitswirtschaft mit einer Vielzahl von Programmen. Durch Fördermittel in Höhe von 123 Millionen Euro konnten seit 1990 in Brandenburg rund 840 Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 348 Millionen Euro umgesetzt werden.