Historisch gewachsen, verfügt die Hauptstadtregion über langjährige Erfahrungen in verschiedenen Bereichen der Fahrzeug- und Verkehrstechnik, aber auch in der Luftfahrt und in der Schienenverkehrstechnik.

Automotive

Zu den rund 200 Automotive-Unter­nehmen Berlin-Brandenburgs mit rund 21.000 Beschäftigten zählen namhafte Firmen wie Mercedes-Benz, VW in Ludwigsfelde und ZF in Branden­burg an der Havel.

Die ILB begleitet die Unternehmen in ihrer Entwicklung, wie zum Beispiel ZF in Brandenburg an der Havel. Bereits seit den 1990er Jahren investiert ZF auch mit Fördermitteln in seine Produktion vor Ort und hat seine Betriebsstätte erweitert und modernisiert. ZF richtet sich weiter auf die Zukunft aus und will in den kommenden Jahren Elektromotoren selbst bauen.

Die Elektromobilität zählt zu den innovativen Schlüsselthemen. Mit Künst­licher Intelligenz, computergenerierter Wahrnehmung, Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation und automati­siertem Fahren soll der Autoverkehr grundlegend verändert werden.

Erste Erfolge lassen sich sehen: Im Mercedes-Benz-Werk Ludwigsfelde werden mithilfe von fahrerlosen Transportfahrzeugen täglich über 200 „Sprinter“ montiert. Der DEKRA Lausitzring wird derzeit zur Teststrecke für autonomes Fahren, auch für LKWs, ausgebaut.

Luftfahrttechnik

Die Region Berlin-Brandenburg, in der einst Otto Lilienthal seine ersten Flugversuche startete, ist heute Deutschlands drittgrößtes Luftfahrttechnolo­gie-Zentrum. Rund 7.500 Spezialisten, Techniker und Ingenieure widmen sich der Triebwerksherstellung, der Testung und Simulation im Flugzeugbau, der Entwicklung unbemannter automatisierter Flugsysteme (Drohnen) und der Raumfahrt.

Auch Unternehmen der Luftfahrtin­dustrie wie Rolls-Royce, MTU Maintenance und die Deutsche Lufthansa profitieren vom starken wissenschaft­lichen Potenzial der Region. So arbei­ten die BTU Cottbus-Senftenberg und Rolls-Royce gemeinsam an virtuellen Triebwerken und einer „Smart Factory“, also einer Produktionsumgebung, die im Idealfall ohne menschliche Eingriffe funktioniert.

Schienenverkehrstechnik

Im Jahr 1879 wurde auf der Berliner Gewerbeausstellung das erste elek­trische Schienenfahrzeug vorgestellt. Damit begann der Siegeszug der „Elektrischen“. Mit mehr als 20.000 Beschäftigten in über 100 Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen ist die Hauptstadtregion ein bedeutendes europäisches Zentrum der Forschung, Entwicklung und Pro­duktion im Be­reich der Schienen­verkehrstechnik. Sie schreibt die im 19. Jahrhundert begonnene Erfolgsgeschichte weiter. Gegenwärtig entsteht im brandenburgischen Elstal der Bahn-Technologie Campus Havelland, der Unternehmen der Branche, einen Wissenschafts-Campus sowie ein Zentrum für Ausbildung in technischen Bahnberufen miteinander vernetzen wird.

Ein besonderes Zukunftsprojekt ist der weltweit erste Wasserstoffzug, der planmäßig ab dem Jahr 2022 durch Berlin-Brandenburg rollen soll. Die „Heidekrautbahn“ ist emissionsfrei und deutlich leiser als andere Züge. Der Wasserstoff für den Antrieb soll aus grünem Strom erzeugt werden. Hier schließt sich der Kreis im Sinne einer zukunftsfähigen und nachhal­tigen Mobilität.

Stand: 26.06.2019