Die ILB fördert Vorhaben der kommunalen, genossenschaftlichen und privaten Wohnungswirtschaft sowie Wohneigentum. Die Schwerpunkte liegen in der Unterstützung von Neubauprojekten, der Stärkung und Belebung der Innenstädte sowie in der familien- und generationengerechten Anpassung vorhandener Wohngebäude.

Auftraggeber der Landesförderprogramme war das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg. Ergänzend zur Landesförderung bietet die Bank eigene Förderprogramme an.

Das Förderfeld Wohnungsbau richtet sich inhaltlich an den Zielstellungen der Wohnraumförderung in Brandenburg aus. Die Ziele umfassen den Ausbau der Förderung von energieeffizienten Neubauprojekten sowie von generationengerechten Modernisierungsmaßnahmen im Wohnungsbestand, die Erhöhung des Anteils mietpreis- und belegungsgebundener Wohnungen im Rahmen der Wohnraumförderung und Verlängerungen dieser Bindungen in der Bestandsförderung an angespannten Wohnungsmärkten, die integrierte Quartiersentwicklung im Rahmen von Kooperationsvereinbarungen und unter Einbindung der Städtebauförderung sowie die fortgeführte Begleitung und Unterstützung eines nachhaltigen Stadtumbauprozesses.

Ergebnisse der Förderung

Im Förderfeld Wohnungsbau sagte die ILB im Jahr 2019 insgesamt 281 Millionen Euro für 594 Vorhaben zu. Mit den Fördermitteln konnten 1.884 Wohneinheiten neu gebaut, modernisiert oder behindertengerecht umgebaut werden. Rund zwei Drittel des Zusagevolumens erfolgten über ILB-Förderungen.

Das Fördergeschäft im Auftrag des Landes entwickelte sich in 2019 sehr erfreulich. Die ILB bewilligte bei den Landesförderprogrammen 100 Millionen Euro und übertraf damit das Vorjahresergebnis um 30 Prozent. Volumenstärkstes Programm war erneut die Richtlinie „Förderung von Mietwohnungen Neubau“. Hier sagte die ILB 52 Millionen Euro zu und erreichte damit einen Anstieg um 72 Prozent gegenüber dem bereits sehr guten Vorjahresergebnis.

Auch das Volumen der ILB-Förderprogramme entwickelte sich in 2019 positiv. Mit 181 Millionen Euro konnte die Bank 24 Prozent mehr bewilligen als im Vorjahr. Wesentlich hierfür waren in erster Linie 93 Millionen Euro, welche die Bank als „Ergänzungsdarlehen im Mietwohnungsbau“ zusagte.

Dominiert wird das Geschäft im Förderfeld Wohnungsbau durch die Förderung des Mietwohnungsbaus. In diesem Segment bewilligte die ILB in 2019 Fördermittel von insgesamt 227 Millionen Euro und damit ein Viertel mehr als im Vorjahr.

Das Zusagevolumen über die Landesförderprogramme betrug 98 Millionen Euro. Maßgeblich hierfür war die weiter anhaltende starke Nachfrage nach der eingangs erwähnten Richtlinie „Förderung von Mietwohnungen Neubau“. Das Programm fördert die Neubeschaffung von Mietwohnungen zur dauerhaften Versorgung bestimmter Zielgruppen mit sozial verträglichen Mieten. Mit den in 2019 zugesagten Fördermitteln können 477 Wohneinheiten und damit mehr als doppelt so viel wie Vorjahr gebaut werden.

Ein weiterer Weg zu Sicherung von bezahlbarem Wohnraum ist die Verlängerung der Miet- und Belegungsbindung. Auch in Brandenburg ist ein deutlicher Rückgang der Anzahl von Wohnungen mit Belegungsbindung zu verzeichnen. Wohnungsunternehmen und private Investoren können daher bei der sozialen Wohnungsbauförderung zusätzlich zu Darlehen einen Zuschuss in Anspruch nehmen, wenn die neuen Wohnungen statt für 20 Jahre für 25 Jahre mietpreis- und belegungsgebunden werden. Im Jahr 2019 bewilligte die ILB im Rahmen der „Verlängerung der Belegungsbindung“ insgesamt 14 Millionen Euro und damit 70 Prozent mehr als im Vorjahr.

Darüber hinaus hat das Land Brandenburg analog dem „Potsdamer Modell“ standortbezogene Vereinbarungen abgeschlossen, welche die Verlängerung von Mietpreis- und Belegungsbindungen mit Zinsabsenkungen bei bestehenden Förderdarlehen honorieren. Bisher wurden Vereinbarungen für Wohnungen in Wustermark, Teltow, Neuruppin sowie in der Stadt Brandenburg an der Havel abgeschlossen. Damit konnten die Belegungsbindungen für insgesamt mehr als 800 Wohnungen um mindestens zehn Jahre verlängert werden.

Das Volumen der ILB-Förderung betrug 129 Millionen Euro und damit 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Ursächlich war die auch im Jahr 2019 anhaltende Nachfrage nach Ergänzungsdarlehen, vor allem zur langfristigen Sicherung des niedrigen Zinsniveaus. Allein hierüber konnte die ILB 93 Millionen Euro zusagen und damit ihr Vorjahresergebnis um 82 Prozent steigern.

Weitere 22 Millionen Euro bewilligte die Bank über ihren „Brandenburg-Kredit Energieeffizienter Wohnungsbau“. Mit diesen Darlehen unterstützt die ILB die Klimaschutzpolitik von Land und Bund.

Bei der Förderung von Wohneigentum bewilligte die ILB im Auftrag des Landes 2 Millionen Euro. Den größten Anteil daran hatte die Richtlinie „Erwerb, Neubau und Modernisierung von Wohneigentum“ mit einem Anstieg des Zusagevolumens um 72 Prozent.

Im Durchleitungsgeschäft von KfW-Krediten zur Finanzierung von Wohnungsbauvorhaben in Brandenburg sagte die Bank 52 Millionen Euro zu und konnte damit das Vorjahresergebnis um 66 Prozent steigern.

„Die Versorgung mit ausreichendem und bezahlbarem Wohnraum in allen Regionen bleibt eine der Hauptaufgaben in Brandenburg. Mit Zusagen von 181 Millionen Euro über ILB-Förderprogramme leistete die Bank hierzu einen wichtigen Beitrag.“

Jacqueline Tag
Mitglied des Vorstandes der ILB

Stand: 28.05.2020