Die ILB ist die zentrale Förderbank des Landes Brandenburg und unterstützt in dieser Funktion die Umsetzung der Förderpolitik in Brandenburg. Der Rahmen für die Geschäftstätigkeit ist im ILB-Gesetz festgelegt. Das ILB-Gesetz basiert auf der sogenannten Verständigung II zwischen der EU-Kommission und der Bundesregierung über die Ausrichtung rechtlich selbstständiger Förderinstitute in Deutschland. Danach ist es der ILB gestattet, alle Geschäfte zu betreiben, die unmittelbar und mittelbar der Umsetzung des gesetzlichen Förderauftrages dienen.

Als Förderbank des Landes Brandenburg ist die ILB Partner der Landesregierung. Die ILB versteht sich als Dienstleister für die Landesregierung und Investoren, als Mittler zwischen Wirtschaft und Verwaltung, als Geldgeber für öffentliche und private Vorhaben sowie als Ideenlieferant und Problemlöser. Daraus leitet sich das Geschäftsmodell der Bank, basierend auf den Säulen der Geschäftsbesorgung und dem Angebot von ILB-Eigenprodukten, ab.

Die ILB fördert gemäß ihres Geschäftsmodells öffentliche und private Investitionsvorhaben in Brandenburg in den Förderfeldern Wirtschaft, Arbeit, Infrastruktur und Wohnungsbau und unterstützt damit die erfolgreiche Entwicklung der Region. Die Bank bietet ihren Kunden Zuschüsse, Zinszuschüsse, Darlehen, Haftungsfreistellungen, Bürgschaften sowie Risiko- und Beteiligungskapital an. Dabei führt die ILB ihre Geschäfte nach kaufmännischen Grundsätzen unter Berücksichtigung des Gemeinwohls.

Grafik: Fördergeschäft der ILB. Entwicklung des Zusagevolumens 2003 – 2017

Die finanziellen Mittel für die Geschäftsbesorgung kommen vorrangig aus den Haushalten der Europäischen Union (EU) und des Landes Brandenburg. Die Bank optimiert die Mittelbeschaffung für die Fördermaßnahmen durch einen professionellen Einsatz der Kapitalmarktinstrumente sowie durch eine enge Zusammenarbeit mit europäischen Förderinstituten.

Als zwischengeschaltete Stelle bewilligt die ILB im Land Brandenburg die Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) einschließlich der INTERREG-Programme, dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER). Darüber hinaus nutzt die Bank auch die außerhalb der Strukturfonds angebotenen Fördermöglichkeiten zur Produktentwicklung.

Die ILB ergänzt die Förderprogramme des Landes durch eigene zinsgünstige Kreditprogramme mit einem Fördermehrwert aus Erträgen der Bank. Um den Kunden ein optimales Förderangebot zur Verfügung zu stellen, können richtliniengebundene Förderprogramme und ILB-eigene Angebote kombiniert werden.

Im Jahr 2017 konnte die ILB im Auftrag des Landes und über ihre Eigenprodukte 4.190 Vorhaben fördern und dafür Mittel in Höhe von insgesamt 1,6 Milliarden Euro zusagen. Das Zusagevolumen übertraf das geplante Jahresergebnis um mehr als 114 Millionen Euro. Durch die Förderungen werden Investitionen in Höhe von 2,9 Milliarden Euro ausgelöst. Damit verbunden sind 12.731 neue beziehungsweise gesicherte Arbeitsplätze sowie 6.472 neue oder modernisierte Wohneinheiten.

Bei der Geschäftsbesorgung verzeichneten im Jahr 2017 alle Förderfelder eine erfreuliche Nachfrage. Das Zusagevolumen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 41 Prozent auf 755,3 Millionen Euro und damit auf den höchsten Wert der letzten 10 Jahre. Mit der Förderung wurden Investitionen in Höhe von 2,2 Milliarden Euro ausgelöst, dies entspricht einer Steigerung des Investitionsvolumens gegenüber dem Vorjahr um 35 Prozent.

Das Volumen der ILB-Produkte belief sich auf 836,2 Millionen Euro und lag erwartungsgemäß unter dem Vorjahreswert, welcher durch den Sondereffekt einer Finanzierungszusage im Infrastrukturbereich erzielt wurde. Dennoch erreichte der Anteil der ILB-Produkte am Gesamtzusagevolumen 53 Prozent. Damit wurden, wie in den Jahren zuvor, mehr als die Hälfte der Fördermittel aus Eigenprodukten der Bank zugesagt.

Zu diesem Ergebnis beigetragen hat unter anderem die stabile Nachfrage nach Programmen der Produktfamilie „Brandenburg-Kredit“, welche die ILB dem Mittelstand, der Agrarwirtschaft, den Kommunen und der Wohnungswirtschaft zinsvergünstigt zur Verfügung stellt. Für die Zinsvergünstigungen hat die ILB im Jahr 2006 einen eigenen Förderfonds eingerichtet, über den sie auch bei rückläufigen Mitteln der EU und der öffentlichen Haushalte Unterstützung für Investitionen in Brandenburg anbieten kann.

Seit Einführung der Marke „Brandenburg- Kredit“ hat die ILB bereits Darlehen in Höhe von 2,78 Milliarden Euro zugesagt. Aufgrund des Erfolgs der ILB-Produkte hat die Bank den Förderfonds aus dem Ergebnis des Jahres 2017 mit weiteren Mitteln in Höhe von 5,0 Millionen Euro dotiert. Damit konnte die Bank dem Fonds bisher insgesamt 90,0 Millionen Euro zuführen.

 

„Die Brandenburger Förderbank ILB hat im 25. Jahr ihres Bestehens mit Zusagen von rund 1,6 Milliarden Euro eines der besten Förderergebnisse der letzten zehn Jahre erzielt.“

Tillmann Stenger
Vorsitzender des Vorstandes der ILB