Als regionale Investitionsbank unterstützt die ILB seit ihrer Gründung im Jahr 1992 die Landesregierung bei der Förderung öffentlicher und privater Investitionsvorhaben in Brandenburg. Das Fördergeschäft der Bank basiert auf zwei Geschäftssäulen: den Landesförderprogrammen und den ILB-Förderprogrammen.

Die Förderung erfolgt in Form von zinsgünstigen Darlehen, Zuschüssen, Haftungsfreistellungen, Bürgschaften sowie Risiko- und Beteiligungskapital. Das Geschäft konzentriert sich auf die Förderung von Investitionen in den Bereichen Wirtschaft, Arbeit, Infrastruktur und Wohnungsbau. Dabei führt die ILB ihre Geschäfte nach kaufmännischen Grundsätzen unter Berücksichtigung des Gemeinwohls.

Die finanziellen Mittel für die Landesförderprogramme kommen vorrangig aus den Haushalten der Europäischen Union (EU), des Bundes und des Landes Brandenburg. Die Bank optimiert die Mittelbeschaffung für die Fördermaßnahmen durch einen professionellen Einsatz der Kapitalmarktinstrumente sowie durch eine enge Zusammenarbeit mit europäischen Förderinstituten.

Als zwischengeschaltete Stelle bewilligt die ILB im Land Brandenburg die Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) einschließlich der INTERREG-Programme sowie dem Europäischen Sozialfonds (ESF). Für den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) fungiert die Bank als direkter Geschäftsbesorger. Darüber hinaus nutzt die ILB auch die außerhalb der Strukturfonds angebotenen Fördermöglichkeiten der Europäischen Union zur Produktentwicklung.

Die Bank ergänzt die Landesförderung durch ILB-Förderprogramme mit Zinsvergünstigungen. Für die Zinsvergünstigungen hat die Bank im Jahr 2006 einen eigenen Förderfonds eingerichtet. Um den Kunden ein optimales Angebot zur Verfügung zu stellen, können die Förderprogramme des Landes und der ILB kombiniert werden.

Ergebnisse der Förderung

2019 war ein sehr erfolgreiches Förderjahr für die ILB. Die Bank konnte die Anzahl der geförderten Vorhaben um 20 Prozent auf 6.233 steigern. Das Zusagevolumen von fast 1,8 Milliarden Euro erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr sogar um rund ein Drittel und erreichte damit einen der höchsten Werte seit den 1990er-Jahren.

Das Investitionsvolumen spiegelt die positiven Ergebnisse wider. Die Förderungen lösen Investitionen in Höhe von 2,7 Milliarden Euro aus, mit denen mehr als 14.000 Arbeitsplätze neu geschaffen oder gesichert, fast 2.000 Wohneinheiten neu gebaut oder modernisiert und mehr als 33.000 Menschen von Maßnahmen im Förderbereich Arbeit profitieren werden.

Das Zusagevolumen der Landesprogramme erreichte 970 Millionen Euro und übertraf damit das Ergebnis des Vorjahres deutlich um 39 Prozent.

Das Zusagevolumen der ILB-Förderprogramme konnte um 24 Prozent auf 801 Millionen Euro gesteigert werden. Rund ein Fünftel des Volumens entfiel dabei auf die Angebote der „Brandenburg-Kredit“-Familie für den Mittelstand, die Agrarwirtschaft, die Kommunen und die Wohnungswirtschaft.

Seit Einführung der Marke „Brandenburg-Kredit“ hat die ILB bereits Darlehen von 3,1 Milliarden Euro zugesagt und damit mehr als 5.100 Vorhaben gefördert. Aufgrund des anhaltenden Erfolgs der ILB-Produkte hat die Bank den Förderfonds aus dem Ergebnis des Jahres 2019 mit weiteren 5,0 Millionen Euro dotiert. Damit konnte die Bank dem Fonds bisher insgesamt 100,0 Millionen Euro zuführen. Die Mittel aus diesen Fonds kommen ausschließlich unseren Kunden zugute, insbesondere in Form von Zinsvergünstigungen.

Von Bedeutung für die ILB waren in 2019 auch das Hausbankengeschäft.  Hier sagte die Bank 205 Millionen Euro zu.

„Die ILB setzt ihre wirtschaftliche Stärke für Brandenburg ein. Mit dem ILB-Förderfonds von nunmehr 100 Millionen Euro hat sie bereits mehr als 5.100 Vorhaben unterstützt.“

Tillmann Stenger
Vorsitzender des Vorstandes der ILB

Stand: 28.05.2020