Als regionale Investitionsbank unterstützt die ILB seit ihrer Gründung im Jahr 1992 die Landesregierung bei der Förderung öffentlicher und privater Investitionsvorhaben in Brandenburg. Das Fördergeschäft der Bank basiert auf zwei Geschäftssäulen: der Ge­schäftsbesorgung und dem Eigengeschäft.

Die Förderung erfolgt in Form von zinsgünstigen Darlehen, Zuschüssen, Haftungsfreistellungen, Bürgschaften sowie Risiko- und Beteiligungskapital. Das Geschäft konzentriert sich auf die Förderung von Investitionen in den Bereichen Wirtschaft, Arbeit, Infrastruktur und Wohnungsbau. Dabei führt die ILB ihre Geschäfte nach kaufmännischen Grundsätzen unter Berücksichtigung des Gemeinwohls.

Die finanziellen Mittel für die Ge­schäftsbesorgung kommen vorrangig aus den Haushalten der Europäischen Union (EU), des Bundes und des Landes Brandenburg. Die Bank optimiert die Mittelbeschaffung für die Fördermaßnahmen durch einen professio­nellen Einsatz der Kapitalmarkt­instrumente sowie durch eine enge Zusam­menarbeit mit europäischen Förderinstituten.

Als zentrale zwischengeschaltete Stelle bewilligt die ILB im Land Brandenburg die Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) einschließlich der INTERREG-Programme sowie dem Europäischen Sozialfonds (ESF). Für den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des länd­li­chen Raumes (ELER) fungiert die Bank als Geschäftsbesorger. Darüber hinaus nutzt die ILB auch die außerhalb der Strukturfonds angebo­tenen Fördermöglichkeiten zur Produktentwicklung.

Die ILB ergänzt die Förderprogramme des Landes durch eigene zinsgünstige Kreditprogramme mit einem Förder­mehrwert aus Erträgen der Bank. Um den Kunden ein optimales Förderan­gebot zur Verfügung zu stellen, können richtliniengebundene Förderprogramme und ILB-eigene Programme kombiniert werden.

Im Jahr 2018 konnte die ILB im Auftrag des Landes und über ihre Eigenprodukte die Anzahl der geförderten Vorhaben auf 5.210 und damit im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Viertel steigern. Das Zusagevolumen erreichte dabei mehr als 1,3 Milliarden Euro.

Durch die Förderungen werden Investitionen von 2,1 Milliarden Euro ausgelöst, die in Brandenburg viel bewirken. Mit den Geldern werden mehr als 4.500 Wohneinheiten neu gebaut oder modernisiert und 10.000 Arbeitsplätze neu geschaffen beziehungsweise gesichert. Darüber hinaus profi­tieren 38.000 Menschen von einer breiten Palette an Bildungs-, Qualifizierungs- und Teilhabeprojekten.

Grafik: Fördergeschäft der ILB: Entwicklung des Zusagevolumens 2003 – 2018

In der Geschäftsbesorgung des Jahres 2018 konnte die ILB eine stabile Nachfrage verzeichnen. Das Zusagevolumen übertraf mit 698,9 Millionen Euro die Planzahlen deutlich um 15 Prozent.

Über ILB-Produkte wurden 644,5 Millionen Euro zugesagt. Fast ein Viertel des Zusagevolumens entfiel dabei auf die Angebote der „Brandenburg-Kredit“-Familie, welche die ILB dem Mittelstand, der Agrarwirtschaft, den Kommunen und der Wohnungswirtschaft zinsvergünstigt zur Verfügung stellt. Für die Zinsvergünstigungen hat die ILB im Jahr 2006 einen eigenen Förderfonds eingerichtet.

Seit Einführung der Marke „Brandenburg-Kredit“ hat die ILB bereits Darlehen von mehr als 2,9 Milliarden Euro zugesagt und damit fast 5.000 Vorhaben unterstützt. Aufgrund des anhaltenden Erfolgs der ILB-Produkte hat die Bank den Förderfonds aus dem Ergebnis des Jahres 2018 mit weiteren 5,0 Millionen Euro dotiert. Damit konnte die Bank dem Fonds bisher insgesamt 95,0 Millionen Euro zuführen.

„Fördermittel unter­stützen die Wirtschaft als Motor bei der Entwicklung Brandenburgs. Im Jahr 2018 sagte die ILB Fördermittel für 5.210 Vorhaben in den Bereichen Wirtschaft, Arbeit, Infrastruktur und Wohnungsbau zu – 1.020 mehr als im Jahr zuvor.“

Tillmann Stenger
Vorsitzender des Vorstandes der ILB

Stand: 26.06.2019