Für das Jahr 2018 erwartet die Bank weiterhin eine gute Konjunkturentwicklung und rechnet mit einem Neuzusagevolumen im Fördergeschäft von 1,4 Milliarden Euro.

Neben dem laufenden Fördergeschäft stehen der Start neuer sowie die Implementierung modifizierter Förderprogramme öffentlicher Auftraggeber an. Ergänzend dazu wird die ILB die Kreditversorgung im Land Brandenburg mit ihren eigenen Programmen unterstützen. So plant die Bank unter anderem die Erweiterung der Produktfamilie „Brandenburg-Kredit“ um den „Brandenburg-Kredit Energieeffizienz“. Dieses Programm fördert Investitions- und Modernisierungsmaßnahmen zur Energieeinsparung und ist mit anderen Förderprogrammen der ILB kombinierbar.

Im Förderfeld Wirtschaft zählen zu den modifizierten Programmen die Richtlinien der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur – Gewerbe (GRW-G)“ zur Förderung von Investitionen von Unternehmen. Neu ist die Richtlinie „Brandenburger Innovationsgutschein digital“ zur Förderung von Digitalisierungsvorhaben für Unternehmen außerhalb der GRW-G, wie zum Beispiel Einzelhändler und Handwerker.

Das Programm „RENplus 2014–2020“ bietet verbesserte Konditionen zur Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen. Auch die Richtlinie ProFIT wurde attraktiver: Mit höheren Zuschüssen und neuen Fördertatbeständen schafft sie mehr Anreize für Investitionen in Forschung, Entwicklung- und Innovationen.

Das neue Programm „Speicher“ fördert Projekte sowohl von Unternehmen als auch von natürlichen Personen zur Speicherung von regenerativer Energie und trägt damit zur Umsetzung der Energiestrategie des Landes Brandenburg bei.

Im Förderfeld Arbeit wird das Programm „Qualifizierte Ausbildung im Verbundsystem“, welches die qualifizierte Ausbildung von Jugendlichen in Brandenburger Unternehmen fördert, erweitert. Hier können nun auch Servicestellen gefördert werden. Diese Stellen unterbreiten Jugendlichen passgenaue Ausbildungsplatzangebote, um die jungen Menschen in die Ausbildung zu integrieren und in der Region zu halten.

Darüber hinaus erwartet die ILB mit „Soziale Innovationen“ eine völlig neue Förderrichtlinie. Gefördert werden Projekte zur Konzeption und Erprobung von innovativen Ansätzen zur Verbesserung der Qualität der brandenburgischen Beschäftigungspolitik.

Im Förderfeld Infrastruktur wird die Richtlinie der Gemeinschaftsaufgabe „Ausbau der wirtschaftsnahen kommunalen Infrastruktur (GRW-I)“ mit verbesserten Konditionen bei der Förderung wirtschaftsnaher oder touristischer Infrastrukturprojekte fortgeführt.

Im Rahmen des neuen „Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes (Richtlinie 2)“ unterstützt der Bund seit 2018 finanzschwache Kommunen bei der Verbesserung der baulichen Ausstattung ihrer Schulen. Gemeinsam mit den bereits laufenden Programmen stehen damit im Jahr 2018 verschiedene Förderwege für Schulen, aber auch für Kinderbetreuungsplätze, offen.

Das neue Programm „Zusammenarbeit für Landbewirtschaftung und klimaschonende Landnutzung“ fördert verschiedene Akteure bei Kooperationen im Interesse des Klimaschutzes und der nachhaltigen Nutzung von Ressourcen. Ebenfalls neu ist das Programm „Wassermanagement“ zur Stabilisierung des Brandenburger Landeswasserhaushaltes.

Im Förderfeld Wohnungsbau liegt der Schwerpunkt der Förderung weiterhin auf der Entlastung angespannter Wohnungsmärkte durch die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, vorrangig über Belegungsbindungen. Dies soll zum einen über die Anpassung der Förderhöhen und zum anderen über die Gewinnung privater Investoren erfolgen.

Mit Jahresbeginn 2018 haben sich zudem die Bedingungen für die Förderung von Wohneigentum verbessert: Neben Darlehen werden nunmehr auch Zuschüsse und Tilgungsnachlässe unter anderem für Familien mit Kindern gewährt.

Seit Ende 2017 werden mit dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung und kommunalen Vertretern „Regionaldialoge Wohnen“ in den Landkreisen durchgeführt. Ziel der Gespräche ist unter anderem die Identifizierung von Potenzialen für den sozialen Wohnungsbau vor Ort. Die Regionaldialoge werden im Jahr 2018 fortgesetzt.

Für das Jahr 2019 plant das Land die Verabschiedung eines eigenen Wohnraumfördergesetzes. Die ILB wird das MIL mit ihrer fachlichen Expertise unterstützen.

„Die ILB wird ihren erfolgreichen Weg als zentrale Förderbank und Partner des Landes Brandenburg auch im Jahr 2018 fortsetzen.“

Tillmann Stenger
Vorsitzender des Vorstandes der ILB