Die Busse der Barnimer Busgesell­schaft mbH befördern pro Jahr 10 Millionen Fahrgäste und legen dabei insgesamt 6,4 Millionen Kilometer zurück. Dafür sind 113 Busse auf 55 Linien unterwegs.

Auf zwei Stadtlinien fahren Oberleitungsbusse. Verkürzt als Obusse bezeichnet, beziehen sie ihren Fahrstrom, ähnlich einer Straßenbahn, aus einer über der Fahrbahn gespannten Oberleitung. Auf Streckenabschnitten ohne Oberleitung können die Busse auf Dieselantrieb umschalten.

Um einen weiteren Beitrag zur Senkung des CO2-Ausstoßes zu leisten, rüstet die Busgesellschaft derzeit alle Obusse auf einen voll­stän­digen Elektroantrieb mit Batterie­systemen um. Ziel ist es, den Aus­stoß von jährlich 281 Tonnen CO2 einzusparen.

Mit der neuen Batterie-Technik kann künftig auch eine Regionalbuslinie, die bisher ausschließlich von reinen Dieselbussen befahren wird, in das saubere Obus-Netz eingebunden werden. Die Obusse laden ihre Batteriesysteme während der Fahrt an der Oberleitung auf. Auf den rund 9 Kilometern der Strecke ohne Oberleitung beziehen sie ihre Energie aus den Batterien. Eine kostenintensive und planungsrechtlich aufwendige Erweiterung des Oberleitungsnetzes kann somit entfallen.

Die Umrüstung auf einen energieeffizienten und klimafreundlichen Antrieb erfordert Investitionen in Höhe von 1,9 Millionen Euro. Die ILB fördert das Vorhaben mit Mit­teln der Europäischen Union in Höhe von 513.000 Euro.

Stand: 26.06.2019