Wer denkt, dass sich die Ladungssicherung in Transportern und LKWs auf das Festzurren von Gurten beschränkt, der irrt. Die korrekte Sicherung von Ladungen ist wesentlich komplexer, denn neben dem Gewicht der gelade­nen Güter wirken noch weitere physi­kalische Kräfte auf die Fahrzeuge wie Fliehkräfte bei Kurvenfahrten oder die Trägheit der Masse bei Beschleu­nigungs- und Bremsmanövern.

Werden Güter nicht korrekt gesichert, können sie auf der Ladefläche verrutschen. Aufgrund unzureichender Ladungssicherung als Unfallursache entstehen jährlich erhebliche Sach- und Personenschäden.

Die allsafe GmbH & Co. KG entwickelt und produziert Ausrüstungen zur Sicherung von Ladungen in Transportfahrzeugen und trägt damit zur Sicherheit des Straßenverkehrs bei. Am Standort in Engen in Baden-Württemberg wer­den unter anderem sogenannte Sperrstangen, Gurte und Netze hergestellt.

Nach eigenen Angaben gehört das Unternehmen in Sachen Ladungssicherung zu den Markführern in Europa. Allsafe hat Niederlassungen in den Niederlanden, in der Schweiz sowie in Frankreich, Österreich, Polen, Italien, aber auch in Australien. Produkte von allsafe werden bis nach China verkauft. Die Nachfrage nach professionellen Ladungssicherungssystemen steigt. Mit dem am Standort Engen erreichten Umsatzvolumen waren die maximale Unternehmensgröße erreicht und die Fertigungskapazitäten voll ausgeschöpft. Aufgrund der guten Auftragslage baut das Unternehmen einen komplett neuen Produktionsstandort in Fürstenwalde.

Der erste Bauabschnitt ist mit rund 6.000 Quadratmetern geplant. Die Gesamtfläche soll in der Endausbaustufe ca. 9.500 Quadratmeter betragen. Zunächst werden ca. 35 bis 40 neue Dauerarbeitsplätze am Standort Fürstenwalde geschaffen, weitere Arbeitsplätze werden in den nächsten Jahren folgen.

Allsafe investiert 14,7 Millionen Euro in seinen neuen Standort. Die ILB fördert die Ansiedlung in Brandenburg mit 2,8 Millionen Euro aus Mitteln des Landes und des Bundes.

Stand: 26.06.2019